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Persönlicher Erfahrungsbericht zur tesa Moll Thermo Cover Folie

Das Problem!

Es ist draußen kalt und ungemütlich. Der Wind heult ums Haus und eventuell hängen schon Eiszapfen vom Dach. Da ist es doch schon gemütlicher drinnen im schönen warmen Zimmer. Doch was muss man hier, ganz besonders morgens, oft feststellen? Die Fenster sind von innen beschlagen und wenn man das Kondenswasser nicht abwischt, dann wird es mehr und fängt in Rinnsalen am Fenster herab zu laufen. Dort steht es auf dem Fensterbrett oder läuft weiter die Wand herunter. Hier kann es Stockflecken verursachen oder schlimmer noch zur Schimmelbildung führen.

Welche Ursachen führen zur Kondenswasserbildung an den Fensterscheiben?

Eigentlich gibt es heute nicht mehr so viele Fälle von Kondenswasserbildung an Fensterscheiben. Die Ursache liegt darin, dass vor allem ältere Fensterscheiben zum Teil nur einfach verglast sind, und dadurch die Wärme des Hauses eher nach draußen lassen. Dadurch wird die Fensterscheibe sehr kalt. Desto kälter draußen das Wetter, desto kälter wird die Fensterscheibe. Durch Heizen reduziert sich dieser Effekt zwar, aber irgendwann ist der Taupunkt erreicht und das in der Zimmerluft enthaltene Wasser kondensiert an der Fensterscheibe und es bilden sich Wassertröpfchen. Den Effekt kennt man im Sommer, wenn man ein eisgekühltes Getränk aus dem Kühlschrank nimmt. Sofort fängt dieses an zu beschlagen und wenig später bilden sich Wassertropfen, welche die Flasche herunter laufen. Je höher die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, je stärker der Effekt. Da in der Nacht in der Regel die Heizung abgesenkt wird und die Temperaturen draußen zu dieser Zeit bzw. morgens am tiefsten sind, ist der Effekt zu dieser Zeit am stärksten und am nächsten Morgen sieht man die Bescherung an den Fensterscheiben.

Was kann man gegen die Kondenswasserbildung an den Fensterscheiben unternehmen:

Die teuerste Möglichkeit, aber auch die Nachhaltigste ist, dass man die alten Fenster gegen neue moderne Fenster austauscht. Gerade teure moderne Plastefenster haben zum Teil mehrere Glasscheiben und dazwischen oft noch ein spezielles Gas, damit die Wärme der Raumluft nicht über das Fenster nach außen abgegeben werden kann. Ebenso bestehen die Profile aus einer Vielzahl von Kammern und sind entsprechend dick gebaut. So gerüstet kühlt das Fenster nicht mehr aus und es bildet sich dort kein Kondenswasser mehr. Doch Vorsicht, Kondenswasser kann sich überall im Raum bilden, auch an den Wänden, wenn sie kalt genug sind!

 

Auch moderne Holzfenster sind denen von früher überlegen. Aber hier muss man auch heute Abstriche machen, insbesondere wenn es Sonderwünsche sind und vom Tischler angefertigt wurden, z. B. Fenster mit Sprossen, welche nicht aus einer einzigen Fensterscheibe mit einer aufgeklebten Unterteilung, sondern aus vielen einzelnen Fensterscheiben bestehen. Hier kann man in der Regel nicht so gute Wärmedämmwerte wie bei industriell hergestellten Plastefenster erreichen. Dafür sehen sie in der Regel aber auch besser aus.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Absenkung der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Wohnung. Dies kann man im Winter beispielsweise durch regelmäßiges Lüften erreichen. Am besten mehrmals am Tage Durchzug, so dass die feuchte Luft nach Draußen entweichen kann. Desto kälter die Luft draußen, desto schneller vollzieht sich der Lüftungsvorgang. In der Regel reichen im Winter 5-10 Minuten und dann ist die Luft ausgetauscht. Länger ist nicht zu empfehlen, da sonst die Wohnung zu sehr auskühlt.

Natürlich ist es auch möglich der Luft mit technischen Verfahren Wasser zu entziehen. Ich persönlich habe zwei Luftentfeuchter zu Hause. Diese entziehen der Luft das enthaltene Wasser und senken dadurch erheblich die Luftfeuchtigkeit und verringern somit die Kondenswasserbildung am Fenster und auch an den Wänden. Die von mir getesteten Geräte sind der TROTEC Luftentfeuchter TTK30S und der TROTEC Adsorptionstrockner TTR 55 S.

Die einfachste und billigste Methode ist es, die Fensterscheibe mit einer Folie zu bekleben (eigentlich nur den Rahmen). Diese schließt vorhandene Luft dazwischen ein und verhindert zuverlässig die Kondenswasserbildung und erhöht zugleich den Wärmedämmwert des Fensters oder Tür erheblich.

Erfahrungen zur tesa Moll Thermo Cover Folie

Da es mir nicht möglich war gleich nach der Wiedervereinigung alle Fenster im Haus gegen neue auszutauschen, habe ich viel mit dieser Folie gearbeitet. Vor allem bei unserer Haustür. Diese hatte eine sehr große durchgehende Glasscheibe aus Einfachglas  und dann noch recht dünn. Im Winter war dort zwar kein Kondenswasser drauf, jedoch hat die Fensterscheibe jegliche Wärme von Flur nach draußen dringen lassen, so dass es im Flur immer eiskalt war.

Zudem haben wir ein Bullauge, welches aus einer Bleiverglasung mit bunten Glaselementen besteht. Auch dieses besteht aus einer Einfachverglasung und im Winter läuft dort das Wasser bächeweise herab, wenn keine Folie gespannt wird.  Also wird jedes Jahr im November das Zimmer schön gelüftet, das Fensterglas schön trocken gewischt und das Aufkleben der Folie vorbereitet. Beim Bullauge ist es etwas komplizierter, da es rund ist und die Folie rund geschnitten werden muss.

tesa Moll Thermo Cover Folie gibt es in zwei verschiedenen Längen: 4m*1,5m und 1,7m*1,5m. In der Verpackung befindet sich zum einen die zusammengefaltete Folie, dann ein durchsichtiges doppelseitiges Klebeband und eine Bedienungsanleitung.

 

Bei der Verarbeitung ist größte Sorgfalt erforderlich, denn sonst funktioniert das Produkt nicht. Das liegt dann aber nicht an der Folie, sondern an einem selbst bzw. an den besonderen Rahmenbedingungen (z. B. abblätternde Farbe an einem Holzfensterrahmen). Am besten man schneidet die Folie schon vorher genau zu. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, da die Folie extrem dünn ist und sich dadurch nicht so einfach schneiden lässt. Eine andere Möglichkeit ist es die Folie nur grob zu schneiden und erst am Fenster zum Schluss mit einem Teppichmesser abzulängen. Das doppelseitige Klebeband wird an einer Seite abgezogen und auf den sauberen, trockenen und unbeschädigten Rahmen des Fensters aufgeklebt. An allen vier Seiten. Es dürfen keinerlei Lücken auftreten. Dann wird die Folie erst im oberen Bereich des Fensters aufgeklebt und schließlich an den anderen Seiten und unten. Vorher muss natürlich die zweite Abdeckung vom Klebeband entfernt werden (es klebt ja doppelseitig). Auf keinen Falle beide Seiten des Klebebandes vorher entfernen, sondern die zweite Seite erst dann, wenn das Band auf dem Rahmen aufgeklebt wurde. Bevor man nun die Folie richtig fest andrückt sollte man sie eventuell noch so korrigieren, dass wenn möglich so wenig wie möglich Falten zu sehen sind. Es ist möglich, die Folien teilweise vom Klebeband wieder abzuziehen. Dies jedoch bitte vorsichtig tun, damit die Folie nicht einreißt. Wenn alles schön glatt aussieht (einzelne Falten können später weggefönt werden), dann kann man die Folie richtig an das Klebeband anpressen.

Es darf keine, auch nicht die kleinste, Lücke geben!!! Sonst ist alles umsonst!!!

Ich persönlich klebe immer noch einen breiten tesa Klebestreifen an den Rahmen. Damit gehe ich auf Nummer sicher, dass die Folie auch wirklich dicht ist. Ist sie das nicht, dann dringt warme Zimmerluft ein und es bildet sich Kondenswasser, was man doch gerade verhindern wollte. Noch schlimmer ist dann, das Kondenswasser kann ja nicht ablaufen, so dass sich immer mehr Wasser bildet und es bleibt Ihnen nichts anderes übrig als die Folie zu öffnen und das Wasser zu entfernen. Also schnell schnell ist bei dieser Folie nicht. Der Erfolg hängt von einer sorgfältigen Arbeitsweise ab. Dann erfüllt die Folie Ihren Zweck.

Zum Abschluss kann die Folie noch gefönt werden. Dadurch werden Falten entfernt und die Folie wird schön glatt. Dazu den Fön auf Heißluft stellen und etwa 10 cm Abstand halten und die Folie beginnen von den Klebrändern glatt fönen. Das geht sehr schnell und die Folie wird beeindruckend klar. Den Fön nicht zu dicht ranführen, sonst haben sie eventuell sein großes Loch in der Folie. Ist mir zwar noch nie passiert aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Kaufmöglichkeit bei Amazon:

Wichtig: Die Folie gibt es in unterschiedlichen Größen - 4m*1,5m oder 1,7m*1,5m. Ausprobiert habe ich nur die Folien von Tesa. Mittlerweile gibt es aber auch noch einen anderen Anbieter.

   

 

Fotos von der tesa Moll Thermo Cover Folie

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Zusammenfassendes Urteil:

Die tesa Moll Thermo Cover Folie ist eine hervorragende und preiswerte Möglichkeit die Kondenswasserbildung auf Fensterscheiben zu verhindern und gleichzeitig den Wärmeverlust zu verringern. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, dass man besonders sorgfältig bei der Verarbeitung vorgeht. Normalerweise ist der Einsatz begrenzt auf die Wintermonate. Als Ganzjahresfolie würde ich sie nicht benutzen. Ich benutze sie schon jahrelang und mit dem Resultat stets zufrieden gewesen.

 

 

  

 © Gero Kurtz