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Persönlicher Erfahrungsbericht zur Verwendung von Pansalz zur Senkung des Blutdrucks

Wofür ist Pansalz gut?Pansalz Salzstreuer Vorderansicht

Pansalz ist ein Salz, welches herkömmliches Speisesalz (Natriumchlorid) ersetzen soll. Der Grund dafür ist, dass in vielen anerkannten Studien festgestellt wurde, das der Verzehr von normalen Kochsalz Auswirkungen auf den Blutdruck hat. Vor allem trifft es wohl Menschen, die besonders sensibel auf die Aufnahme von Kochsalz reagieren. Die Folge davon ist, dass der Blutdruck sich erhöhen kann. Deshalb warnen viele Forscher bei zu hohem Blutdruck zu viel Kochsalz zu sich zu nehmen. Ein sehr guter Beweis konnte während des Projektes Mars 500 erbracht werden, bei dem sechs Personen einen Marsflug 520 Tage lang simulierten. In dieser Zeit konnte durch entsprechende Untersuchungen genau nachgewiesen werden, dass die Verringerung des Salzkonsums auch den Blutdruck senkte. Aber gerade hier in Europa wird oft ein Vielfaches der empfohlenen Menge Speisesalz täglich zu sich genommen. Salz ist vor allem Geschmacksträger und ohne Salz schmeckt das Essen meist fad. Selbst viele Gewürze können dies nicht kaschieren.

Geschichte von Pansalz:

Pansalz wurde in Finnland und den USA entwickelt. Dazu wurde eine Forschungsarbeit des Professors Heikki Karppanen verwendet. Diese untersuchte Zusammenhänge zwischen den Mineralstoffgehalt der Böden und dem Herz-Kreislaufsystem der dort lebenden Menschen. Im Jahre 1977 ersetze er  zum Teil Kochsalz (Natriumchlorid) durch andere Salze (Magnesiumsulfat, Kaliumchlorid). Das neue Salz wurde mit Hilfe amerikanischer Wissenschaftler (insbesondere Mildred Seelig) weiter entwickelt und wurde erst in Finnland und danach auch in Japan verwendet.

Inhaltsstoffe:

nach der Aufschrift der Verpackung:

56% Natriumchlorid
28% Kaliumchlorid
12% Magnesiumsulfat
2% Lysinhydrochlorid
Trennmittel, Siliciumdioxid
0,0036% Kaliumjodid

Weiter enthält die Verpackung den Hinweis: Bei Störungen des Kaliumhaushalts, insbesondere bei Niereninsuffizienz, nur nach ärztlicher Beratung verwenden (enthält 14,7% Kalium)

 

Hersteller:

Das von mir benutze Produkte hat den folgenden Hersteller auf der Verpackung:

Rud. Schmidt Wwe. GmbH, Liebigstr. 56, 50823 Köln, Tel.: 0221-2822880, www.pansalz.de

Weitere Aufschriften auf der Verpackung (wörtliche Wiedergabe):

Clever salzen und genießen

Jodiertes Mineralsalz

Minus Natriumchlorid

Plus Kalium

Plus Magnesium

Die WHO empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 5-6g Kochsalz (99% Natriumchlorid). Dieser Wert wird häufig um mehr als das Doppelte überschritten. Die Rezeptur von PANSALZ, Natriumchlorid (56%), Kaliumchlorid (28%), Magnesiumsulfat (12%) hilft, den empfohlenen Wert einzuhalten.

Pansalz reduziert die Kochsalzzufuhr und versorgt den Körper darüber hinaus mit den wertvollen Mineralien Kalium und Magnesium.

Kaufmöglichkeit (hier z. B. bei Amazon):

 

Mögliche alternative Produkte, welche ich jedoch nicht getestet habe:

       

Interessante Publikationen zum Thema Pansalz:

Maßnahmen zur Reduktion des Kochsalzkonsums im Ausland Bestandsaufnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit vom September 2006 - Unter Punkt 3.3 gibt es einen interessanten Artikel zum Thema Salzkonsum in Finnland, wo auch auf das Pansalz (Punkt 3.3.3) eingegangen wird. Hier wird geschrieben, dass Pansalz inzwischen von internationalen Unternehmen eingesetzt wird. Zitat: "Inzwischen wird Pansalz auch international eingesetzt. Als Beispiele für die kommerzielle Verwendung seien folgende Unternehmen und Produkte genannt: McDonald’s Finnland: sämtliche Artikel im Angebot, Van den Bergh: die Marken Flora Soft und Becel in Finnland, Valio: Feta- und Schmelzkäse, Pouttu: Geflügelwurst und Fleischwaren, Yamasaki: Brot und Backwaren."

VIS - Verbraucherinformationssystem Bayern - Hier gibt es einen Artikel von Angela Dietz - Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn). Sie beschreibt einen positiven Effekt von Pansalz. Sie stellt allerdings fest, dass sich Salzersatzstoffe in Deutschland nicht durchgesetzt haben. Und selbst wenn man sie benutzt, würde der Effekt gering sein, da viele Menschen nicht nur zu Hause Nahrung zu sich nehmen, sondern auch in Gaststätten, Imbissständen oder der Kantine, wo in Deutschland kein Pansalz verwendet wird. Sie warnt noch einmal zur Vorsicht bei Menschen mit Nierenerkrankungen, da hier durch die Aufnahme von Kalium die Gefahr einer Hyperkaliämie besteht.

 

Meine persönliche Erfahrung mit Pansalz:

Gekauft habe ich Pansalz bei Amazon, siehe oben. Die Verwendung ist denkbar unkompliziert. Einfach statt des normalen Salzes das Pansalz verwenden. Dabei setze ich es vor allem dort ein, wo es direkt aufgenommen wird. Also z. B. dem Salzen von gekochten Eiern, zum Salzen der Suppe etc. Nicht einsetzen tue ich es z. B. zum Salzen  des Kochwassers von Kartoffeln oder Nudeln. Das hat aber auch nur den Grund, dass das Salz ja viel teurer ist als Kochsalz und das Kochwasser am Ende weggegossen wird. Geliefert wird das Pansalz als Salzstreuer. Oben befinden sich zwei Öffnungen. Einmal für das feine Streuen, z. B. für Eier und dann noch eine größere Öffnung in Form eines Lochs, wenn man mehr Salz benötigt. Beide Öffnungen sind verschließbar. Irgendwelche negativen Nebenwirkungen konnte ich keine beobachten. Ob der Blutdruck davon signifikant gesunken ist, kann ich nicht sagen. Ich gehe aber mal davon aus, dass ein positiver Effekt vorhanden ist und werde es auch weiterhin einsetzen.

Bilder zu Pansalz:

Pansalz Salzstreuer Seitenansicht Pansalz Salzstreuer Draufsicht Pansalz

Pansalz ganz nah

Geschmack: Vom Geschmack her kann ich keinen großen Unterschied zum normalen Kochsalz feststellen.

Konsistenz: entspricht die vom Kochsalz (gut riesel- und streufähig)

Wirkung: Dazu müsste man eine medizinische Studie durchführen, was man natürlich zu Hause nicht kann. Viele Produkte zu Hause sind Fertigprodukte und enthalten ja bereits schon normales Kochsalz. Der Einsatz erfolgt also nur dann, wenn man selbst etwas kocht. Negativ hat sich der Einsatz nach meinem persönlichen Empfinden auf keinen Fall ausgewirkt.

 

Von den Inhaltsstoffen her, könnten diese folgende Wirkungen haben:

Weniger Aufnahme von normalen Kochsalz: Sollte zumindest bei kochsalzempfindlichen Personen zu einer Verringerung des Blutdruckes führen.

Kalium: Kalium entspannt die Blutgefäße und fördert die Ausscheidung von Natrium über die Nieren und trägt somit zur Senkung des Blutdruckes bei.

Magnesium: Auch Magnesium wird eine muskelentspannende und blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Jod: senkt zwar nicht den Blutdruck, gleicht jedoch Mangelerscheinungen von Jod in unseren Breiten aus und wird ja auch oft normalem Speisesalz zugesetzt

Lysin: ist eine essentielle Aminosäure und muss dem Körper von außen zugeführt werden. Beim Pansalz soll Lysin vor allem den Eigengeschmack von Kalium neutralisieren.

Es gibt in diesem Bereich immer wieder Studien mit teils unterschiedlichen Ergebnissen. Man sollte also ab und zu in diesem Bereich die neuesten Veröffentlichungen lesen.

 © Gero Kurtz