Erfahrungsbericht zum Moosvernichter Mogeton Moos-Frei von Dr. Stähler

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Persönlicher Erfahrungsbericht zum Moosvernichter Mogeton Moos-Frei von Dr. Stähler

Moos im Rasen, woher kommt es?

Früher (vor 20 Jahren) gab es in unserem Garten (1.300m²) kein Moos. Ein einzelner Moosbüschel wuchs unter einem Stachelbeerbusch und wurde sehr gepflegt, damit wir zu Weihnachten eine Schale mit Tannenzweigen mit Moos abdecken konnten. Moosvernichter Mogeton Moos-Frei von Dr. Stähler

Jetzt hat sich die Sache vollständig verändert. Wo man hinschaut wächst Moos. Teilweise läuft man vollständig nur auf Moos. Gras oder Unkräuter gibt es dort nicht mehr. Und das nicht nur unter den Bäumen. Was ist passiert, dass sich ein Ökosystem so schnell verändern konnte? Dies betrifft ja nicht nur unseren Garten, sondern auch die Gärten in der Nachbarschaft, bzw. im ganzen Ort, wo es auch nicht besser aussieht. Im Prinzip kann man sagen, es sieht in ganz Deutschland nicht besser aus.

Worin sehe ich die Ursachen für den Wandel vom moosfreien zum moosbedeckten Rasen:

Zum einen im Klimawandel:

Früher waren die Winter lang und Schneereich. Zumindest nach Weihnachten begann es kalt zu werden und zu schneien. Der Schnee taute erst im Frühjahr wieder weg. Bis dahin war das Gras unter der Schneeschicht gut vor dem Frost geschützt, welcher sich auch von den Temperaturen her in Grenzen hielt. Im Frühjahr gab es reichlich Regen und auch im Sommer gab es nur wenige Tage mit Temperaturen über 30°C und Regenwetter gab es reichlich. Das Gras hatte so genug Kraft zu wachsen.Vermooster Rasen

Heute: Die Winter beginnen oft früh mit starken Kälteeinbrüchen ohne Schnee. Folge, das Gras zieht sich zurück. Steigt die Temperatur danach jedoch wieder an,  dann wächst nur das Moos. Diese kann bereits bei 5°C wachsen, während das Gras mindestens 10°Celsius und viel Licht benötigt. Im Frühjahr hatten wir fast immer noch einen starken Kälteeinbruch zum Ende hin und selbst wenn das Gras gut über den Winter gekommen war, dann hat spätestens eisige Kälte im Frühjahr und dazu viel Sonne und Trockenheit dem Gras sehr geschadet. Nur das Moos wächst und wächst.

Der bequeme Mensch:

Früher gab es noch echte Handarbeit im Garten. Gemäht wurde mit der Sense und danach das Gras liegen gelassen und später nach dem Trocknen zusammen geharkt. Auch später bei den ersten Rasenmähern die ich kenne, gab es noch keinen Fangkorb und so war nach dem Mähen Handarbeit mit der Harke (Rechen) angesagt. Dabei wurde ständig die Rasenoberfläche vertikutiert. Abgestorbene Pflanzenreste und Ansätze von Moos wurden mit der Harke aufgenommen und gleichzeitig der Boden gelüftet.

Heute: Es gibt Rasenmäher in zig Ausführungen und natürlich mit entsprechenden Fangkörben. Wer will schließlich noch den Garten harken, dass macht ja zusätzliche Arbeit und gibt Blasen an den Händen. So kommt das Gras nass auf den Komposthaufen, was diesem gar nicht gefällt und dies auch durch entsprechenden Geruch Kund tut. Es kann sogar vorkommen, dass dieser explodiert.

Was kann man gegen den vermoosten Rasen tun?

Es gibt natürlich Möglichkeiten Moos auf natürliche Art und Weise zu bekämpfen. Dazu gehört das regelmäßige Aufreißen der Grasnarbe, damit sich kein durchgängiges Moospolster erst gar nicht entwickeln kann. Also am besten den Rasen mähen und  mit einer scharfen Harke ausharken. Das bietet sich vor allem bei kleineren Rasenflächen an. Unter Bäumen sollte man speziellen Schattenrasen anpflanzen, denn dieser kann sich dort besser behaupten. Wer nicht per Hand harken will oder wegen der Größe des Gartens und fehlender Zeit  bzw. Kraft nicht kann, der sollte seinen Rasen regelmäßig mit einem elektrischen Vertikutierer bearbeiten. Zwei Mal im Jahr richtig tief und sonst regelmäßig oberflächlich. Damit sollte es möglich sein, das Mooswachstum zumindest einzudämmen. Macht man dies jedoch nicht kontinuierlich, dann wächst das Moos recht schnell wieder nach. Ein weiterer Nachteil sind die dabei anfallenden Moosberge, welche auf dem Komposthaufen nur sehr schwer vergehen. Auf jeden Fall gut mit anderen Kompoststoffen mischen. Die Sporen mit denen sich Moose vermehren, verteilt man allerdings ebenfalls damit gut auf dem Komposthaufen.

Vertrocknetes Moos nach der Behandlung Noch mehr vertrocknetes Moos nach der Behandlung mit Mogeton Moos-Frei Anfallendes Moos nach dem Vertikutieren Viel Moos fällt nach dem Vertikutieren an Wer das abgestorbene Moos loswerden will, muss harken Mit Mogeton Moosfrei behandelte Fläche nach dem Ausharken ausgeharktes Moos bereit zum Abtransport zum Komposthaufen

Ein großes Problem stellen die Herbst und Wintermonate dar, welche relativ warm sind. Moos wächst schon bei 5° Celsius, Gras dagegen erst bei 10° Celsius. Ist es dann im Winter so um 5°C und dazu noch schön feucht, dann wächst das Moos ganz prima und die ganze Arbeit im Sommer war umsonst.

Um das Moos in Griff zu bekommen habe ich mir, neben anderen Mitteln, den Moosvernichter Mogeton Moos-Frei von Dr. Stähler zugelegt.

Das Produkt Moosvernichter Mogeton Moos-Frei von Dr. Stähler - Anwendung und eigene Erfahrungen

Der Moosvernichter von Dr. Stähler enthält den Stoff Quinoclamin, welcher als Herbizid eingesetzt wird. Diese greift ein in den Prozess der Photosynthese und unterbricht diesen Vorgang. Der Wirkstoff wird nur über die grünen Pflanzenbestandteile aufgenommen und hemmt den Prozess der Chlorophyllbildung. Dadurch ist das Moos nicht mehr in der Lage Energie zu gewinnen und vertrocknet. Gleichzeitig wird im Boden ein Depot hinterlassen, welches zuverlässig lange Zeit gegen Sporen wirkt, um einem erneuten wachsen von Moos gleich entgegen zu wirken. 

Moos-Frei gibt es in verschiedenen Packungsgrößen. Besonders positiv habe ich es empfunden, dass Moos-Frei  in praktischen Portionierungsbeuteln abgepackt ist, mit denen man je 5 Liter Wasser Gießbrühe ansetzen kann. Mit fünf Liter Brühe kann man 5 m² Moos vernichten. Man sollte jedoch eine Gießkanne mit einer Tülle benutzen, welche einen feinen Strahl hat, sonst ist das Gießwasser eher vergossen bis man die 5m² erreicht hat. Das Pulver ergibt eine Brühe, welche bräunlich aussieht, jedoch keine Rostflecken hinterlässt. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Flecken hinterlässt. Jedoch sind diese nicht so schwer zu beseitigen wie Rostflecken vom Eisendünger.Mogeton Moos-Frei Portionierungsbeutel ausreichend für 5m²Mogeton Moos-Frei in praktischen Portionierungsbeuteln

Ich habe Moos-Frei an verschiedenen Stellen meines Gartens eingesetzt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Moos wurde im Verlaufe von ca. 14 Tagen braun. Das ist positiv gegenüber Eisendünger, welcher hässliche schwarze Flecken auf den Moosflächen hinterlässt, welche monatelang zu sehen sind. Nach etwa 14 Tagen kann man das Moos ausharken.  Entweder manuell oder per elektrischer Gartenharke. Beim Harken per Hand darauf achten, dass die Harke scharfe Zinken hat. Den Rassen nicht nur in einer Richtung harken, sondern waagerecht, senkrecht und diagonal. So löst sich das Moos am besten. Das Moos kommt dann auch nicht mehr so schnell wieder, da das Depot im  Boden eine Wiederansiedelung über viele Wochen verhindert. Schwarzes Moos nach einer Behandlung mit EisendüngerSchwarzes Moos nach einer Behandlung mit EisensulfatBraun gewordenes Moos nach einer Nehandlung mit Mogeton Moos-Frei

Also ich bin bin dem Moosvernichter sehr zufrieden. Mein einziger Kritikpunkt ist der hohe Preis. Für einen sehr großen Garten mit viel Moos wird das schnell zu teuer. Hier muss man dann  doch auch zum Eisendünger greifen. Aber besonders hartnäckigen Moosflächen und Flächen direkt am Haus, sowie bei kleinen Rasenflächen ist Mogeton Moos-Frei unbedingt zu empfehlen. Am besten kommt man preislich weg mit der Packung mit 20  Tüten zu 45 Gramm. Damit schafft man 100 m² vermooste Rasenfläche und hat wenigstens eine Saison lang Ruhe.

Achtung!!!

Leider wurde das Produkt Dr. Stähler Mogeton Moosfrei eingestellt. Ich habe versucht in Erfahrung zu bringen wie der aktuelle Stand ist. Dazu erhielt ich die folgenden Antworten:

Von der Firma Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG:

"den Vertrieb für Produkte im Haus- und Kleingartenbereich
hat die Schopf übernommen. (Anmerkung der Red. gemeint ist die Firma Schopf Hygiene Bitterfeld GmbH & Co. KG)
Mogeton mit dem Wirkstoff Quinoclamin ist zugelassen für den Erwerbsgärtner, die
Eignung für den Hobbygärtner hat das Präparat nicht.
"

Von der Firma Schopf Hygiene Bitterfeld GmbH & Co. KG:

"die Zulassung für das Mogeton Moos-Frei ist am 31.12.2014 ausgelaufen. Es gab noch eine Abverkaufsfrist von 6 Monaten. Seit dem 30.06.2015 darf Mogeton nicht mehr verkauft werden.

Mit freundlichen Grüßen
"

Somit hat sich das leider mit Mogeton für den Hausgebrauch erledigt. Dr. Stähler wurde von der Firma Schopf gekauft und stellt alternativ ein Produkt mit dem Wirkstoff "Pelargonsäure" zur Verfügung. Dieses habe ich noch nicht getestet, werde es aber tun und meine Ergebnisse hier beizeiten veröffentlichen. Problem, die Pelargonsäure wirkt nicht nur auf Moose, sondern auf alle grünen Pflanzen. Zwar kann man zwar dosierungsmäßig den Schaden beim Gras in Grenzen halten, aber eine Langzeitwirkung gegen Neuansiedlung gibt es hier nicht.
 

Kaufmöglichkeiten bzw. Alternativen bei Amazon:

 

Hinweis: Wie mir in einer E-Mail von einem befreundeten Forum (http://www.forum-garten.de/quinoclamin-als-moosvernichter-t378774.htm#4529933) mitgeteilt wurde gibt es doch noch Quinoclamin. Das Mittel nennt sich Mogeton TOP von Stähler. In der Packung befinden sich 750 Gramm und 500 Gramm Wirkstoff. 

Spritzen: Für 10 m2 - 1 Liter Wasser + 7,5 Gramm Mogeton TOP
Gießen: Für 10 m2 - 10 Liter Wasser + 7,5 Gramm Mogeton TOP

Nachteil, das Mittel ist recht teuer. Hier gibt es das z. B. für 173 €, https://www.rasenwelt.de/rasenpflege/mogeton-top-750g.html, hier für 169 € http://www.duenger-shop.de/Pflanzenschutz/Grossgebinde/Herbizide/Mogeton-Top-750-gr-.html 

https://www.fluegel-gmbh.de/de/produkte/mogeton/?parent_id=12263 für 150 €

Hier ist der Zulassungsbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit:

http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/01_zulassungsberichte/006668_00_00.pdf?__blob=publicationFile  

  

 

 © Gero Kurtz