Grundrezept zur Herstellung von Hagebuttenmarmelade

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Hagebuttenmarmelade schnell selber machen - Grundrezept

Allgemeine Informationen zur Hagebutte

Hagebuttenmarmelade - hier Hagebutten vor der VerarbeitungJeder kennt sie, spätestens im Herbst zeigen sich an den Rosensträuchern die leuchtend rote Früchte der Hagebutten. Die Hagebutte (andere Namen: Hägen, Hiefe, Hiffen, Hiften, Rosenäpfel, Hetschhiven, Hetscherl, Hiven, Hetschepetsche, Mehlbeere) ist eine ganz besondere Frucht. Sie enthält den Samen der Rose. Es handelt sich hier um eine Sammelnußfrucht, genau wie die Erdbeere. Sie enthält also lauter kleine Nüsschen. Diese interessieren uns allerdings erstmal weniger. Am interessantesten ist die Hülle der Hagebutte, welche aus meist rotem Fruchtfleisch besteht. Das Besondere daran ist der hohe Vitamin C Gehalt. Außerdem enthält sie die Vitamine A, B1 und B2. Der Vitamin C Gehalt (abhängig von Standort, Lagerzeit, Pflückzeitpunkt und Rosenart) beträgt etwa pro 100 Gramm Hagebutten1250 mg. Die Zitrone hat nur 53 mg, die Apfelsine 50 mg und der Apfel nur 12 mg. Die Hagebutte ist also eine wahre Vitamin C Bombe. Nun kommt die schlechte Nachricht, durch den Kochprozess geht ein großer Teil des Vitamin C verloren. Die Marmelade an sich hat etwa noch so um die 50 mg Vitamin C. Wenn Sie sich also wirklich etwas Gutes tun wollen, dann sollten Sie die Hagebutte frisch vom Strauch roh verzehren. Die Kerne müssen Sie natürlich vorher entfernen. Dann kommen Sie auf jeden Fall in den Genuss des hohen Vitamin C Gehaltes.

Was kann die Hagebutte noch: Linderung der Schmerzen bei Arthrose, Gicht und Rheuma

Die Hagebutte kann gegen Arthroseschmerzen helfen. Es wird dazu die Geschichte erzählt (Ob sie wirklich war ist weiß ich nicht), dass der Bauer Erik Hansen aus Dänemark sehr unter den Schmerzen seiner Arthrose litt. Eines Tages bekam er von einer Nachbarin Hagebuttenmarmelade geschenkt, welche er jeden Tag aß und feststellte , dass die Schmerzen weniger wurden. Er hat diese dann nach einer speziellen Art getrocknet und ein Pulver daraus hergestellt. Dann baute er geeignete Hagebutten großflächig an und verkaufte das Pulver gewerbsmäßig. Soweit die Story. Richtig ist auf jeden Fall, dass die Hagebutte Stoffe besitzt, welche Entzündungen lindern und freie Radikale bekämpfen kann. Neben Vitamin C ist dafür auch der Stoff Lycopin verantwortlich., sowie Galactolipide. Dazu gibt es auch entsprechende wissenschaftlich Studien. Man kann das Ganze auch als fertiges Pulver kaufen, aber besser ist es denke ich wenn man das reine Naturprodukt verwendet.

Falls es jemand mal ausprobieren möchte:

 

Was benötigt man für die Herstellung von Hagebuttenmarmelade?

Als erstes benötigen wir Gläser. Hier haben sich die Twist-Off Gläser (Schraubverschluss mit Nockendrehverschluss) bestens bewährt. Wer also sowieso jeden Morgen Marmelade isst, welche im Handel erhältlich ist, dann braucht man einfach nur die leeren Gläser zu sammeln. Twist off Gläser kann man durch Drehen öffnen und es entsteht ein ploppendes Geräusch. Wenn  man die Gläser für die Marmeladenherstellung weiter verwenden will, dann auf  keinen Fall die Gläser mit Hilfsmitteln öffnen, welche den Deckel beschädigen. Die später notwendige Dichtheit ist damit nicht mehr gewährleistet.

 

Die so gewonnenen Gläser sind vorbildlich zu reinigen. Im Allgemeinen ist dafür ein Reinigung im Geschirrspüler im Standardprogramm ausreichend. Sollte der Deckel oder das Glas dort nicht sauber werden, einfach manuell in Spülwasser reinigen. Am besten kurz vor der Benutzung nochmals wiederholen, da in der Zeit des Stehens sich wieder Keime ansammeln können.

Den Geschirrspüler auf jeden Fall nach dem Waschen kontrollieren, da die Etiketten der Marmeladengläser sich beim Waschvorgang meist lösen und das Sieb verstopfen können.

Alternativ gibt es immer passend zur Einkochzeit auch leere Twist-Off Einmachgläser im Handel zu kaufen. Wenn man aber hier Geld sparen möchte empfiehlt sich die Lösung mit alten Marmeladengläsern.

         

Marmelade selbst machen Gelierzucker 2:1Nun benötigen wie Gelierzucker. Das ist die schnellste Möglichkeit zur Marmelade zu kommen. Zur Konservierung wird nämlich Zucker benötigt und zum Gelieren, Geliermittel in Form von Pektin. Das kann man alles selbst einzeln mixen, schneller geht es jedoch mit Gelierzucker. Von diesem gibt es drei mir bekannte Varianten: 1:1, 1:2 und 1:3. Die erste Zahl bezeichnet den Zuckeranteil und die zweite Zahl den Fruchtanteil. Bei 1:1 kommt auf ein Teil Frucht ein Teil Zucker. Das ist ganz schön heftig und lässt den morgendlichen Brotaufstrich recht schnell zur Kalorienbombe werden. Besser geht es mit 2:1, also zwei Teile Frucht auf ein Teil Zucker. Wer ganz wenig Zucker und viel Frucht möchte der greift zu 3:1. Wichtig: da bei zwei 2:1 und 3:1 der Zuckeranteil geringer als für die Konservierung notwendig ist, werden diesen Produkten Konservierungsstoffe wie zum Beispiel reine Sorbinsäure (E200) oder Kaliumsorbat (E202) zugesetzt. Zusätzlich enthält der Gelierzucker meist Zitronensäure als Säuerungsmittel und etwas Pflanzenöl.

Das Geliermittel Pektin kommt auch natürlicherweise in den Früchten vor, vor allem in Früchten mit härteren Bestandteilen, wie zum Beispiel Äpfeln, Zitrusfrüchte. Auch das im Gelierzucker enthaltene Pektin wird meist aus Äpfeln oder Orangen gewonnen.

Wichtig: Pektin verliert bei der Lagerung an Wirksamkeit. Verwenden Sie daher den Gelierzucker nach Ablauf des Haltbarkeisdatums nicht mehr, oder nur für Früchte mit ohnehin hohem Pektingehalt. Sie können den Zucker aber ohne Probleme für andere Zwecke im Haushalt verwenden.

Wie haben jetzt also Gläser und Gelierzucker. Nun benötigen wir nur noch die Früchte, die Hagebutten. Falls Sie welche im eigenen Garten haben, dann ist das am einfachsten. Grundsätzlich sind alle Hagebutten, zumindest theoretisch,  zur Herstellung von Marmelade geeignet. Giftige Hagebutten gibt es nicht. Bei den Rosen gibt viele verschiedene Sorten. 150 weltweit und davon in Europa etwa 30 Arten. Falls Sie keine im Garten haben, dann können Sie in die freie Natur wandern. Tun Sie das am besten schon im Juni, denn dann blühen die Rosen und man kann die Sträucher schon von weitem erkennen. Deren Standorte sollte man sich dann genau merken, damit man dann im Oktober/November mit der Ernte beginnen kann.

Blüte der Hundsrose WildroseAm bekanntesten ist wohl die Hundsrose. Diese finden wir überall an Wegrändern und Wiesen. Die Sträucher werden etwa bis 3 Meter hoch und sind meist gut bestachelt. Die Früchte sind leuchtend rot und länglich (auch eiförmig) und haben keine Kelchblätter. Diese Hagebutten sollten unser Ziel sein, da sie weit verbreitet und einen sehr guten Geschmack haben. Vor allem an der Ostseeküste und der Nordseeküste gibt es noch die Kartoffelrose. Die bekommt sehr große Hagebutten, was den ganzen Sammel- und Verarbeitungsprozess stark vereinfacht. Jedoch wird der Geschmack eher als fad beschrieben. Nach meiner eigenen Erfahrungen (komme von der Ostseeküste), werden die Früchte ungleichmäßig reif und matschen sehr schnell. Also bleiben wir bei der Hundsrose und konzentrieren und darauf. Nachdem wir also im Frühsommer festgestellt haben, wo diese wachsen schauen wir Ende Oktober nach, ob auch ordentlich Hagebutten sich an den Sträuchern befinden. Das hängt ab von den Standortbedingungen und der Witterung. Haben wir gute Früchte festgestellt, dann können wir mit dem Sammeln beginnen. Nicht zu früh sammeln, da die Früchte Ihren Geschmack und den hohen Vitamin C Gehalt erst im Oktober erhalten. Nicht schlecht ist auch ein erster Nachtfrost, dann haben die Früchte den höchsten Vitamin C Gehalt und sind nicht mehr so hart.

Rosenbusch im Herbst mit roten HagebuttenWildrose mit kräftigen StachelnZum Flücken ziehen Sie sich alte Klamotten an, da die Büsche oft gut mit Stacheln bewährt sind und sich gegen den Beerenklau manchmal heftig wehren. Achten Sie genau darauf was sie Pflücken. Die Beeren sollten schön rot und nicht schorfig, faul, angestochen oder matschig sein. Zum Pflücken reißen Sie nicht an der Hagebutte, sondern drehen Sie diese einfach nach hinten weg. Wenn Sie reif ist, dann fällt sie dann ganz alle ab. Ziehen Sie an der Hagebutte, dann ist das Loslösen weitaus schwieriger und die Zweige könnten beschädigt werden. Nehmen Sie nur Hagebutten welche sich weiter oben befinden und nicht durch Tiere (Hund, Katze. Fuchs usw.) eventuell verunreinigt wurden. Sammeln Sie nicht alle Hagebutten, sondern lassen Sie eine ausreichende Anzahl Früchte dran, damit die Wildvögel im Winter eine Nahrungsquelle haben. Passen Sie beim Sammeln auf, dass Sie im unwegsamen Gelände nicht ausrutschen (nasse Blätter) oder in  irgendwelche Löcher fallen. Gehen Sie am besten zu zweit bzw. nehmen Sie auf jeden Fall ein Handy und Pflaster mit.

Die Hagebutten sammeln Sie in einem Korb bzw. zur Not geht auch eine Plastetüte (zu Hause gleich rausnehmen).

 

Verarbeitung der Hagebutten zu Hägenmark

Waschen der HagebuttenHagebutten beschneidenNun kann es mit der Verarbeitung losgehen. Nehmen Sie sich dafür ausreichende Zeit, da die Verarbeitung eine ganze Menge davon in Anspruch nimmt. Sie nehmen jetzt die Hagebutten und schütten diese in die Spüle und waschen Sie gründlich. Dann schneiden Sie mit einem scharfen Messer den Blüten- und eventuell Stielansatz weg. Da Sie dafür jede Hagebutte anfassen müssen, können Sie diese auch gleich auf Güte kontrollieren. Schlechte Früchte werden gleich aussortiert. Es gibt auch "aufwandsminimierte" Rezepte, welche die Blütenansätze und Stiele dran lassen, aber ich denke dann kann man ja gleich die industriell hergestellten Produkte kaufen, wo das auch so gemacht wird. Wir wollen ja Wohlgeschmack erleben und nicht den Geschmack vergammelter Früchte und vertrockneter Blütenansätze.

Nachdem nun alle Blütenansätze abgeschnitten sind und die Früchte sortiert wurden, werden sie nochmals gründlichst gewaschen.

Nun kommt der komplizierteste Teil. Von der Hagebutte benötigen wir eigentlich nur das Fruchtfleisch. Die Kerne und die bösen Haare daran wollen wir nicht. Diese wurden in der Kindheit als Juckpulver verwendet und lösen auf der Haut allergene Reaktionen aus, welche mit heftigem Juckreiz verbunden sind. Wir müssen also die Kerne loswerden.

Ausgekratzte HagebutteMethode 1: Wir schneiden die Hagebutte auf und kratzen die Kerne mit eine  Löffel heraus. Diese Methode ist sehr zeitaufwendig und man bekommt ohne  Handschuhe mächtig juckende Finger. Daher ist diese Methode nur sinnvoll, wenn Sie ein paar Früchte trocknen wollen bzw. Sie sadomasochistische Züge aufweisen.

Ganze Hagebutten im SchnellkochtopfMethode 2: Wir schütten die Hagebutten in einen von der Größe her geeigneten Kochtopf. Am besten Sie verwenden einen Schnellkochtopf. Der hat den Vorteil, dass der Kochvorgang schneller geht und durch die geringe Kochzeit nicht so viel Vitamin C verloren geht. Beim Schnellkochtopf beträgt die Kochzeit etwa 15 Minuten, beim normalen Kochtopf etwa eine Stunde. Vor dem Kochen müssen Sie den Topf noch mit Wasser auffüllen bis es knapp über den Hagebutten steht.

Nach dem Kochvorgang prüfen wir, ob die Hagebutten weich sind. Nehmen Sie nun einen Quirl und verquirlen Sie die Hagebutten zu einer musigen Masse. Falls das nicht geht, dann haben Sie die Hagebutten zu wenig gekocht, dann weiterkochen.

Nehmen Sie keinen Stabmixer! Dieser zerfetzt die Samen und die Härchen. Die haben Sie dann trotz der kleinsten Passierscheibe in der Marmelade. Denken Sie daran, wenn es Ihnen später im Halse kratzt!

Im Folgenden müssen wir nun die Kerne (Nüsse) vom Hägenmark trennen. Am besten geht das mit einer Flotten Lotte (Passiergerät). Diese gibt es unverändert seit vielen Jahrzehnten. Sie können Sie zur Herstellung von Tomatenmark, Apfelmus, Kartoffelbrei und Marmeladen verwenden. Überall wo etwas getrennt werden muss. Zum Beispiel die Haut der Tomaten, die Kerngehäuse der gekochten Äpfel. Das funktioniert auch bei den Hagebutten. Die Flotte Lotte hat einen Trichter und ganz unten befinden sich Passierscheiben unterschiedlicher Lochung. Das heißt es ist jeweils nur eine, aber es gibt mehrere Scheiben mit unterschiedlichen Löchern. Ich benutze die von Gefu, welche der Namensgeber (Flotte Lotte) ist und diese seit Jahrzehnten unverändert produziert. Meine Version von Gefu hat drei Passierscheiben.

   oder etwas preiswerter:

Passiermaschine - Flotte LotteFlotte Lotte mit HagebuttenkernenZuerst nehmen wir die 3 mm Passierscheibe. Füllen etwas Hagebuttenmus ein und fangen Sie an zu drehen. Es dreht sich recht schwer. Die Körner (Nüsse) sammeln sich ganz unten und wir können bzw. müssen sie recht oft mit dem Löffel entnehmen, sonst verstopft das Passiergerät. Das müssen wir nun mit dem ganzen Mus machen. Geben Sie eventuell etwas Wasser zum Mus dazu, sonst passiert sich das Hagebuttenmark nur sehr schwer. Benutzen Sie einen geeigneten Topf als Unterlage, damit das Passiergerät wackelfrei aufliegt. Den Abstreifer (sofern vorhanden) lieber abnehmen. Ist bei mir gleich abgebrochen. Ich nehme an von durchgerutschten Kernen.

Wenn wir alles durch die 3 mm Scheibe passiert haben, dann waschen Sie gründlich das Passiergerät ab und legen Sie die 2 mm Scheibe ein. Passieren Sie das ganze nun wieder durch die Maschine. Sie werden sehen, dass noch eine ganze Menge Kerne bei der ersten Scheibe durchgerutscht sind. Danach waschen Sie wieder das Passiergerät gründlich sauber und nehmen nun die 1mm Scheibe. Dies ist sehr wichtig, da sie nun auch die feinen Härchen heraussammelt. Was nun übrig ist, das sieht wie Tomatenmark aus.

Was machen Sie wenn Sie keine Passiermaschine haben?

Entweder Sie kaufen ganz schnell eine, oder Sie streichen die Hagebutten durch ein feines Sieb (viel Spaß). Das geht nicht so einfach. Mein Rat, verdünnen Sie den Mus etwas stärker, dann geht es etwas leichter .

Zubereitung der eigentlichen Hagebutten Marmelade:

HagebuttenmarkBeim Kochen der Hagebuttenmarmelade immer gut UmrührenDas Hagebuttenmark haben wir nun extrahiert. Nun können wir mit dem eigentlichen Herstellungsprozess der Marmelade beginnen. Stellen Sie einen Kochtopf auf eine Waage und tarieren Sie diese. Geben Sie das Hagebuttenmark hinein. Wenn es sehr fest ist, dann ist es sinnvoll es zu verdünnen. Ich nehme dazu gerne frisch gepresste Apfelsinen. Natürlich geht auch Apfelsinensaft, Apfelsaft oder auch Wasser. Nehmen Sie also drei frische Apfelsinen und quetschen Sie diese aus. Geben Sie davon soviel in das Mark bis es sich gut umrühren lässt und kaum noch eine Spur beim Rühren hinterlässt. Dann benötigen wir noch den Saft einer frischen Zitrone. Mehr würde ich nicht dazu geben, da ja der ursprüngliche Hagebuttengeschmack wirken soll. Geben Sie nun entsprechend dem gewogenen Gewicht Gelierzucker hinzu. Dabei gilt, lieber etwas mehr als zu wenig, insbesondere bei 2:1 Gelierzucker.

Nehmen Sie dann einen Holzlöffel und rühren Sie das Ganze gut um. Stellen Sie es auf die Herdplatte und bringen Sie den Mus unter ständigen Rühren (brennt schnell an) zum kochen und lassen ihn drei Minuten mindesten sprudelnd kochen. Dabei immer weiter Rühren (Große Küchenhand anziehen, da es spritzt).  Geben Sie danach eine kleine Menge auf einen Unterteller und machen Sie die Gelierprobe. Warten Sie ein wenig und prüfen Sie dann, ob die Masse fest wird. Wenn ja, dann ist die Marmelade fertig, wenn nein, dann weiterkochen bzw. noch Gelierzucker hinzugeben und noch ein paar Spritzer Zitrone.

Gelierprobe

Abfüllen der Hagebuttenmarmelade in die bereits vorbereiteten Gläser:

Die sauberen Twist Off Gläser sollten bereits korrekt aufgereit bereit stehen. Falls Sie unterschiedliche Größen und Formen verwenden, achten Sie darauf, dass der Deckel auch immer der richtige zum entsprechenden Glas ist, denn es muss jetzt alles recht schnell gehen.

 

Einfüllen der HagebuttenmarmeladeNehmen Sie den Topf vom Herd und greifen Sie nach einer geeigneten Schöpfkelle mit der man gut ausgießen kann. Am besten eine mit Schnabel. Sie können auch einen Trichter verwenden. Dies hat den Vorteil, dass man die Ränder der Gläser nicht beschmutzt. Diese müssen dann vor dem Verschließen wieder gereinigt werden, was gar nicht so einfach ist, da die Gläser sehr heiß sind und alles sehr schnell gehen muss. Dafür gibt es spezielle Marmeladentrichter. Ich persönlich lege vorher immer Alufolie darüber und so bleiben meine Gläser auch sauber.

 

Fertig gefüllte Gläser mit HagebuttenmarmeladeDie Gläser wenn möglich recht voll bis unter den Rand füllen. Den Rand bei Bedarf sauber wischen und dann den Twist Off Deckel aufschrauben. Danach das Glas sofort auf den Kopf stellen. Dadurch saugt sich der Deckel schön fest und gleichzeitig wird durch das heiße Einmachgut der Deckel sterilisiert. Das gewährleistet eine lange Haltbarkeit.

Nach einiger Zeit könne die Gläser wieder richtig rum gedreht werden. Nach dem Abkühlen ggf. noch sauber wischen und bei großen Mengen an Marmelade sollten Sie die Gläser beschriften. Was drin ist und wann sie eingeweckt wurden. Lagern Sie die Gläser an einem kühlen und dunklen Ort. Normalerweise sind sie unter guten Lagerbedingungen lange haltbar, jedoch sollte man beim Öffnen eines Glases immer kontrollieren ob es auch Plopp macht und wie die Marmelade oben aussieht. Ist sie schimmelig, dann sollte man die Marmelade entsorgen. Im Zweifelsfall die Marmelade in den Kühlschrank stellen bzw. nicht zu lange lagern und innerhalb eines Jahres verbrauchen. Bei Gelierzucker 1:1 hält sie sich durch den hohen Zuckeranteil länger. Schützen Sie die Hagebuttenmarmelade auf jeden Fall vor Sonnenlicht, da sonst die Farbe erheblich leidet.

 

Fotos von der Herstellung der Hagebuttenmarmelade:

Hagebuttenstrauch - wird bis drei Meter hochHagebutten werden im Oktober/November pflückreifRosenstrauch mit Hagebuttenschwarze Hagebutte matschige Hagebuttendrei Hagebuttenschöne HagebutteStacheln einer WildroseHagebutten in einer SchüsselViele Hagebutten in Nahaufnahmeviele Hagebutten ganz nahHagebutten ganz nahHagebutten in GroßaufnahmeHagebutten in der SpüleHagebutten in der Spüle mit Wasseraufgeschnittene HagebutteHagebutten verarbeiten klassischHagebutten abschneiden der BlütenständeHagebuttenabfall in einer SchaleHagebuttenabfall zum EntsorgenHagebuttenabfall ganz nahAbfall der Hagebutten Hagebutten im WasserbadHagebutten mit Wasser in der Spüleviele Hagebuttenfertig verputzte Hagebutten in einer SchüsselVerputzte und gewaschene Hagebutten NahaufnahmeHagebutten im SchnellkochtopfSchnellkochtopfgekochte Hagebuttenverrührte HagebuttenFlotte Lotte mit HagebuttenHagebuttenmarkPassiermühle mit HagebuttenPassiermaschine mit HagebuttenFlotte Lotte mit gekochtem HagebuttenmusHagebuttenmarkHägenmark zur weiteren VerwendungHagebuttenkerneTopf auf KüchenwaageTarieren der WaageHägenmark im KochtopfWiegevorgangDrei Apfelsinen und eine PresseEin Glas frisch gepresster ApfelsinensaftHagebuttenmark mit ApfelsinensaftGelierzucker von DiamantHagebuttenmark mit GelierzuckerHagebuttenmark mit Gelierzucker im KochtopfHagebuttenmark beim KochvorgangGelierprobeAbfüllen der Hagebuttenmarmelade in GläserÜberschüssige Hagebuttenmarmelade

Hier die Hagebutten-Marmeladen-Herstellung nochmals in Kurzform zum Ausdrucken für ca. 2 kg Hagebutten:

Material:

Zubereitung:

Ich wünsche ein gutes Gelingen!

Zusätzlich möglich - Kernlestee aus Hagebutten

Nicht ganz so bekannt ist, dass man aus den übrig bleibenden Kernen ebenfalls noch etwas machen kann - nämlich den Kernlestee. Der Begriff kommt von dem Schwäbischen Wort Kernle für Kerne. Die Hagebuttenmarmelade ist ja fertig und wir haben jetzt noch die Kerne, die Härchen und etwas Hagebuttenmark übrig. Nun können wir daraus den Kernlestee zubereiten. Normalerweise werden nun die Kerne sorgfältig ausgewaschen, damit keine Härchen zurück bleiben. Ich habe darauf verzichtet. Nicht wegen der Haare, sondern wegen den Resten des Hagebuttenmarks. Hier wäre es schade, es wegzuwerfen. Die Reste müssen jetzt getrocknet werden, entweder an der Luft oder im Backofen. Ich habe alles auf ein Kuchenbackblech gestrichen und dann bei 50 Grad im Backofen trocknen lassen. Mit ca. 8 Stunden muss man da schon rechnen. Zwischendurch immer schön wenden, sonst bleibt zum Schluss nur eine steinharte Masse übrig. Wenn alles getrocknet ist dann kann man die Kerne entweder so lassen wie sie sind bzw. etwas zerkleinern. Entweder mit dem Mörser oder einer geeigneten Mühle, zum Beispiel einer guten Kaffeemühle. Aber aufpassen, die Masse ist recht hart. Ganze Kerne müsste man zum Tee kochen erstmal mindestens 8 Stunden gewässert werden. Besser ist es also man bricht die Kerne vorher auf. Kann man ja auch kurz vor dem Brühvorgang machen, dann gehen keine Öle verloren.

Bei zerkleinerten Kernen etwa 10 Minuten bis 15 Minuten Ziehzeit, bei ganzen vorgeweichten Kernen 15 bis 20 Minuten Kochzeit.

Verwendung: Der Kernlestee wird verwendet für chronische Nierenbeschwerden. Auch bei Nieren und Blasensteinen. Er wirkt harntreibend und soll auch gegen Gicht wirken. Der Geschmack ist leicht vanilleartig. Wenn Sie noch Teile vom Früchtemus drin haben, dann schmeckt er säuerlich nach Hagebutte und etwas nach Vanille.

Ich persönlich habe die getrocknete Masse in der Kaffeemühle gemahlen und dann in einen Teebeutel gegeben (ca. 2 Esslöffel voll). Danach mit kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten ziehen lassen.

Hier ein paar Bilder vom Hagebutten Kernlestee:

Hagebuttenkerne zum Trocknen auf einem Backblech Hagebuttenkerne in Nahaufnahme mit Härchen und Mus Habebuttenkerne zerkleinern Hagebuttenkerne in einer Kaffeemühle gemahlene Hagebuttenkerne Hagebuttenkerne im TeebeutelHagebuttenkerne im Teebeutel Kernlestee nach dem Aufbrühen ziehen lassen fertiger Kernlestee  Tasse mit Hagebutten Kernlestee

Hagebuttentee Herstellen:

Bitte schauen Sie auf meine andere Webpräsenz für eine ausführliche Anleitung.

Hagebuttenmarmelade

Rote Hagebutten fertig zur Verarbeitung By Published: Hagebuttenmarmelade aus selbst gesammelten Hagebutten der Wildrose 5 stars based on 45 reviews Prep time: Cook time: Total time: Yield: Ingredients: Directions:

 

  

 © Gero Kurtz