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Persönlicher Erfahrungsbericht zum Fieberthermometer Geratherm Classic

Was ist Fieber?

Fieberthermometer Geratherm ClassicDie Grundtemperatur eines Menschen beträgt etwa 36,0 bis 37,2°C, wobei sie meist bei 36,6°C liegt. Andere Lebewesen haben auch andere Körpertemperaturen. Die Taube liegt  beispielsweise bei 40° und der Hund bei 37,5° bis 39°C.  Richtig heißt es übrigens Körperkerntemperatur, da an der Oberfläche des Lebewesens unterschiedliche Temperaturen auftreten können. Wird nun diese Solltemperatur deutlich überschritten sprechen wir von Fieber.

 

ab 27 °C Unterste Grenze bis zum Tod
33 °C Unterkühlung (Hypothermie)
35 °C Untertemperatur
36,0 bis 37,4 °C Normaltemperatur (afebril)
37,5 bis 38,0 °C erhöhte Temperatur (subfebril)
38,1 bis 38,5 °C leichtes Fieber (febril)
38,6 bis 39,0 °C Fieber
39,1 bis 39,9 °C hohes Fieber
40 bis 42 °C sehr hohes Fieber (hyperpyretisches Fieber)
42 °C Kreislaufversagen
ab 42,6 °C Tod durch Denaturierung von Proteinen bzw. Enzymen

Fiebergrenzen: Quelle Wikipedia

Wichtig ist, Fieber ist keine Krankheit, sondern die Antwort des Körpers auf die Krankheit!

Im Kampf des Körpers, z. B. mit Erkältungsviren erhöht der Körper die Körpertemperatur, um eine bessere Durchblutung zu gewährleisten. Auch wird eventuell durch die höhere Temperatur die Vermehrung und das Wachstum der Erreger eingeschränkt. Wir haben dann nicht mehr die normale Körperkerntemperatur, sondern eine erhöhte wie zum Beispiel 38°C. Je nach schwere der Infektion kann die Körpertemperatur weiter steigen. Dieser Mechanismus ist durch die Evolution über Millionen von Jahren hinweg erprobt. Bei normalem Fieber ist es unter Medizinern umstritten, ob fiebersenkende Medikamente angebracht sind. Diese senken zwar in der Regel effektiv die Körpertemperatur, jedoch wird dadurch auch der Kampf des Immunsystems gegen die Eindringlinge herab gesetzt und die Genesung kann länger dauern. Bei 41°C ist in der Regel die obere Grenze erreicht. Steigt das Fieber dann weiter, würde der Mensch durch die hohe Körpertemperatur selbst Schaden nehmen.

 

Arten der Fiebermessung:

Bei der Art der Fiebermessung gibt es mehrere Möglichkeiten, welche auch von der Art des verwendeten Thermometers abhängen:

Messung unter den Achselhöhlen (axillar):

Eine der gebräuchlichsten Methoden im Heimbereich. Das Fieberthermometer wird unter die Achselhöhlen gesteckt und dort je nach Thermometertyp eine Weile belassen. Leider ist die Messung nicht besonders genau und zum Messergebnis muss 0,5°C dazu gezählt werden.

Messung im Mund (sublingual)

Hier wird unter der Zunge gemessen. Links bzw. rechts der Zungenwurzel befinden sich zwei Wärmetaschen. Das Thermometer bitte hier platzieren. 15 Minuten vor der Messung dürfen keine kalten Speisen oder Getränke genossen werden, da diese das Messergebnis verfälschen können.

Messung in Anus (rektal)

Besonders bei Kleinkindern die sicherste und genaueste Methode. Ansonsten nicht unbedingt die angenehmste Methode, zudem hier unter Umständen auch in die Intimsphäre des Menschen eingegriffen wird.

Messung im Innenohr (aurikular)

Messung mit speziellen Infrarotthermometern, die Temperatur des Trommelfells. Es besteht die Gefahr dass durch Ohrenschmalz (Cerumen) das Messergebnis verfälscht wird. Auch dürfen die Ohren durch vorheriges Waschen etc. nicht feucht sein. Durch die Verdunstung wird die Temperatur vermindert.

Messung in der Scheide (vaginal):

Messung ähnlich genau wie rektale Messung

Messung in der Leiste (inguinal)

Auch hier 0,5°C dazu zählen. Die Spitze der Thermometers sollte vollständig an der Haut anliegen. Bei dünnen Menschen oft nicht möglich.

Messung zur Ermittlung der Basalttemperatur und Ermittlung der fruchtbaren Periode einer Frau, ggf. Feststellung einer Schwangerschaft

Ein Fieberthermometer kann auch eingesetzt werden, um bei einem Kinderwunsch ein wenig nachzuhelfen. Oder natürlich auch gegenteilig. Dazu wird regelmäßig die Basalttemperatur gemessen. Das ist die Körpertemperatur vor dem Aufstehen und irgendwelchen Aktivitäten. Dies sollte über mehrere Zyklen erfolgen, um aussagekräftige Informationen zu erhalten, wann die fruchtbaren Tage zu erwarten sind.

Arten von Fieberthermometern:

Es gibt bei den heute gebräuchlichen Fieberthermometern mehrere Arten.

Relativ selten heute anzutreffen ist das herkömmliche Fieberthermometer aus Glas mit einer Quecksilbersäule. Dieses ist sehr genau, jedoch besteht die Gefahr bei Glasbruch, dass die giftigen Quecksilberdämpfe gesundheitlichen Schäden verursachen können. Aus diesem Grunde wurde diese Thermometer von der EU von April 2009 ab verboten und sind nur noch für den wissenschaftlichen Bereich zugelassen.

elektronisches FieberthermometerIm Wesentlichen wurden diese Art von Fieberthermometern ersetzt durch elektronische Messgeräte. Diese Fieberthermometer sind preiswert, klein und handlich, benötigen aber zum Funktionieren eine Batterie. Zudem gibt es hier viele Billigexemplare aus Fernost, welche zu hohe Ungenauigkeiten bei der Messung aufweisen. Mittels eines Messfühlers, welcher temperaturabhängig seinen Widerstand verändert, wird hier die aktuelle Temperatur erfasst. Problem: Elektronische Bauteile können altern und dann ihre Funktion nicht mehr genau erfüllen. Die Messung erfolgt recht schnell. Von 10 Sekunden bis ca. 1 bis 2 Minuten.

Infrarotfieberthermometer: Diese Messgeräte haben den Vorteil ganz besonders schnell zu messen. Das könnte gerade bei Kindern wichtig sein, die oft sehr ungeduldig sind, aber auch bei Personen ohne Kontrolle. Bei diesem Geräten wird die Infrarotstrahlung welche vom Innenohr oder der Stirn abgeht, gemessen und in einen Temperaturwert umgerechnet.

 

Warum habe ich das Fieberthermometer von Geratherm gekauft?

Ich selbst bin nicht oft krank und habe eigentlich nur ein bis zwei Mal im Jahr eine Erkältung. Somit benötige ich ein Fieberthermometer höchst selten. Vor etwa 15 Jahren habe ich mir ein digitales Fieberthermometer gekauft. Den Messergebnissen habe ich jedoch stets misstraut. Mein Hauptproblem aber war, jedes Mal wenn ich es dann doch benutzen wollte, war die Batterie alle und keine Knopfzelle als Ersatz zur Verfügung. Solche Probleme kenne ich aus meiner Kindheit nicht. Da gab es das gute alte Fieberthermometer ohne Elektronik. Die Messung hat zwar etwas länger gedauert, jedoch denke ich ist das bei Erwachsenen kein Problem. Also habe ich mich im Internet kundig gemacht und bin auf die Firma Geratherm gestoßen. Diese baut noch heute die guten alten Fieberthermometer aus Glas, allerdings ohne das schädliche Quecksilber, welches meist früher in den Fieberthermometern verwendet wurde.

So habe ich mir das Thermometer Geratherm classic gekauft und bin damit hochzufrieden. Folgende Vorteile sehe ich bei diesem Fieberthermometertyp:

Es gibt natürlich aber auch Nachteile:

Kaufmöglichkeiten bei Amazon:

     

Fotos:

Fieberthermometer Geratherm Classic Fieberthermometer Geratherm Classic Fieberthermometer Geratherm Classic Fieberthermometer Geratherm Classic Fieberthermometer Geratherm Classic  mit Hülle

 

Verwendete Messflüssigkeit:

Als Messflüssigkeit wird Galinstan® verwendet. Diese besteht aus Gallium, Indium und Zink. Nach Angaben des Herstellers ist diese Flüssigkeit völlig ungefährlich und kann über den Hausmüll entsorgt werden. Zerbricht das Thermometer, kann die Flüssigkeit über Lappen oder Zellstoff aufgenommen werden. Jedoch darf sie nicht mit Edel- oder Leichtmetallen in Berührung kommen, da sie mit diesen Materialien reagiert.

Ablauf einer Messung:

Fieberthermometer aus der Schutzhülle nehmen und Prüfen, ob sich die Messsäule unterhalb von 36°C befindet. Falls nicht, dann das Fieberthermometer recht weit hinten anfassen und recht kräftig mit der Hand nach unten schlagen. Nun das Thermometer an den gewünschten Platz der Messung (Mund, Achselhöhle, Anus, Scheide oder Leiste) bringen und mindestens 4 Minuten warten. Thermometer entnehmen und die Temperatur ablesen. Nun etwas warten, bis sich das Thermometer abgekühlt hat und dann wie beschrieben die Flüssigkeitssäule wieder in den Behälter schlagen. Ist das Thermometer noch zu warm, funktioniert das nicht. Also etwas warten. Das Thermometer ist so konzipiert, dass die Flüssigkeit nicht von alleine wieder in den Behälter zurück kann. Damit ist gewährleistet, dass man die Temperatur auch zu einem späteren Zeitpunkt noch ablesen kann. Daher gibt es in der Spitze eine Art Blase, eine Verengung. Das ist normal und kein Grund zur Beanstandung. Eventuell noch vor den herunter schlagen das Thermometer reinigen/desinfizieren. Vorsicht nicht zu heiß. 42 °C darf die Flüssigkeit nicht überschreiten und danach das Zurückschlagen nicht vergessen.

Genauigkeit:

Als Referenz habe ich mein Einmachthermometer verwendet und beide in eine warme Flüssigkeit gesteckt. Beide haben exakt die gleiche Temperatur angezeigt. Man kann also davon ausgehen, dass das Thermometer genau ist. Zudem ist es ein Medizinprodukt aus Deutschland und muss damit auch hohe Anforderungen erfüllen.

 

Fazit.

Ich persönlich bin mit dem Fieberthermometer von Geratherm sehr zufrieden und würde es mir jederzeit wieder kaufen. Sind viele kleine Kinder im Haushalt, empfiehlt sich eventuell die Anschaffung eines Infrarotthermometers, da die Messung hier bedeutend schneller geht. Lediglich das Herunterschlagen der Säule ist etwas anstrengend, vor allem wenn man alleine und krank ist. Da es aber ohne Batterien funktioniert sollte man es immer im Hause haben und sei es als Zweitfieberthermometer.

 

  

 © Gero Kurtz