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Erfahrungsbericht zur digitalen Spiegelreflexkamera Canon EOS 1100D

Warum ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft habe:

Spiegelreflexkamera Canon EOS 1100D VorderansichtMeine alte Olympus Kompaktkamera mag ich sehr gerne. Vor allem weil sie bequem in jede Hosentasche passt, bei Bedarf schnell zur Hand und in der Bedienung unkompliziert ist. Leider hat sie jedoch auch gravierende Mängel, welche ich gerade letztens beim Karneval der Kulturen hier in Berlin besonders bemerkt habe. Diese Nachteile sind zum Beispiel:

Diese Kritikpunkte sind jetzt auf meine kleine Kompaktkamera bezogen, treffen jedoch weitestgehend auch auf alle anderen Modelle dieser Bauart zu. Die Gründe sind vielfältig. Vor allem ist es der zu kleine Fotosensor. Dieser kann nicht genug Licht erfassen und erwärmt sich zudem sehr schnell. Dadurch kommt es zum Bildrauschen (kleine Punkte) auf dem Foto. Dazu kommt die Optik, welche ja möglichst klein sein soll und natürlich auch physikalischen Gesetzen gehorchen muss. Insgesamt sollen Kompaktkameras ja preiswert sein und da versteht sich natürlich von selbst, dass in diesen nicht super hochwertige Bauelemente verbaut werden.

Beim Karnevalsumzug stellte ich also fest, dass viele Motive bereits beim Auslösen der Kompaktkamera vorbei gelaufen waren, oder die Bilder wiesen Bewegungsunschärfen auf bzw. es fehlte ihnen einfach an der notwendigen Tiefenschärfe. Aus diesen Gründen begann ich mich für digitale Spiegelreflexkameras zu interessieren. Ganz unbedarft war ich in dieser Hinsicht nicht, da ich in früherer DDR-Zeit eine Spiegelreflexkamera Praktika Super TL besessen hatte, welche allerdings damals natürlich noch mit Filmen bestückt war.

Beim Durchsuchen vieler Teststatistiken fiel mit die Canon 1100D auf, welche sich in den Tests immer auf den Spitzenplätzen behauptete. Und das obwohl es sich bei diesem Modell um eine Einsteigerkamera handelt. Trotzdem ist die Qualität so gut, dass sie sich auch mit viel teureren Spiegelreflexkameras messen kann.

Also habe ich mich für den Kauf dieser Kamera entschieden. Im Folgenden berichte ich über die Schwierigkeiten, Fehler, Erkenntnisse usw. welche ich machte, damit Sie diese beim Kauf und der Verwendung gleich vermeiden können.

Technische Daten:

 
Typ: Digitale Autofokus/AE-Spiegelreflexkamera
Objektivanschluss: Canon-EF-S-Bajonett (einschließlich EF-Objektive)
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: 22,2 mm × 14,7 mm
Auflösung: 12,2 Megapixel
Bildgröße: 4.272 × 2.848 Pixel
Formatfaktor: 1,6
Seitenverhältnis: 3:2
Dateiformate: JPEG, RAW
ISO-Empfindlichkeit: 100–6.400 in ganzen Stufen
Aufnahmebereitschaft: 0,1 Sek.
Sucher: Dachkant-Spiegelprisma
Bildfeld: Vertikal / Horizontal ca. 95 %
Vergrößerung: ca. 0,80-fach
Sucheranzeige: AF-Informationen, Blitzinformationen, Weißabgleichkorrektur, Anzahl verbleibende Aufnahmen
Bildschirm: TFT-Farbmonitor
Größe: 6,8 cm (2,7″)
Auflösung: 230.000 Pixel
Betriebsarten: Einzelbild, Reihenbild, Selbstauslöser
Bildfrequenz:  max. 3 Bilder/Sek.
Autofokus (AF): TTL-sekundäre Bildregistrierung, Phasenerkennung
AF-Messfelder: 9 Messfelder
AF-Betriebsarten: One-Shot AF, AI Servo AF, AI focus AF, Manuelle Scharfeinstellung
Belichtungsmessung: TTL-Offenblendenmessung, Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Mittenbetonte Integralmessung
Regelung: Programm-, Blenden-, Zeit- oder Schärfentiefenautomatik, Belichtungssteuerung, E-TT II-Blitzautomatik
Blitz: Automatisch ausklappender Blitz
Blitzanschluss: X-Kontakt, Standard-ISO-Normschuh
Synchronisation: 1. oder 2. Verschlussvorhang
Belichtungskorrektur: Manuell: ± 2 Stufen in 1/3- oder 1/2-Stufen
Blitzfunktionen: AF-Hilfslicht, Vorblitz zur Reduzierung des Rote-Augen-Effektes
Farbraum: sRGB, Adobe RGB
Weißabgleich: Automatisch, Tageslicht, Schatten, bewölkt, Kunstlicht, Leuchtstofflicht, Blitz, Manuell
Speichermedien: SD Memory Card, SDHC und SDXC
Datenschnittstelle: USB 2.0 Hi-Speed
Videoschnittstelle:  HDMI-Videoausgang NTSC/PAL
Direktes Drucken:  PictBridge-, CP direct- und Bubble Jet Direct-kompatible Drucker
Stromversorgung:  Lithium-Ionen-Akku
Abmessungen: ca. 130 × 100 × 78 mm (B×H×T)
Gewicht: ca. 495 g (nur Gehäuse)
Ergänzungen: Live-View

 Quelle: Wikipedia

Alle technischen Details finden Sie auf der Webseite von Canon. Klicken Sie dazu hier.

Bedienungsanleitung zur Canon EOS 1100D

Mitgeliefert wird zu Kamera leider nur eine sehr kurze gedruckte Bedienungsanleitung. Die komplette befindet sich auf der mitgelieferten CD bzw. Sie können diese auf der Canon-Seite hier herunter laden.

Ich persönlich habe mir für die Kamera ein extra Handbuch gekauft, was ich sehr toll finde und wo wirklich alles drin steht, was man über die Bedienung dieser Kamera wissen muss.

Das Buch hat 340 Seiten, ist im festen Einband gebunden, sehr schön übersichtlich gegliedert und erklärt alles idiotensicher. Es ist wirklich sehr empfehlenswert. Sie können es bei Amazon erwerben. Dort gibt es auch eine Leseprobe.

   Handbuch für Spiegelreflexkamera Canon EOS 1100D Handbuch für Spiegelreflexkamera Canon EOS 1100D  von Markt+Technik, Blick ins Buch

ungetestete Alternativen:

 

Persönlicher Hinweis: Wem die neuen Bücher zu teuer sind, es gibt bei Amazon auch die Möglichkeit diese Bücher gebraucht zu kaufen. Viele Exemplare wurden nie gelesen und sind praktische neu, kosten aber bedeutend weniger.

 

Kauf und Lieferung:

Nachdem ich mich für diese Kamera entschieden habe, suchte ich nach einem günstigen Angebot. Die Kamera gibt es nämlich in unterschiedlichen Verkaufsvarianten. Einmal nur den Body. Das heißt das Kameragehäuse ohne Objektive. Das ist natürlich die preiswerteste Lösung. Aber nur dann, wenn man bereits passende Objektive besitzt. Ansonsten kann man nur mit dem Body nichts anfangen. Dann gibt es Kameras mit einem Objektiv und Komplettpakete mit mehreren Objektiven und weiterem Zubehör.

Ich habe mich für ein Paket mit zwei Objektiven entschieden.

EF-S 18-55 mm f/3,5-5,6 III

EF 75-300 mm f/4-5,6 III

Das erste Objektiv deckt alle Normalfälle ab, von der Makroaufnahme bis zur Weitwinkelaufnahme. Das zweite Objektiv kann durch die größere Brennweite ferne Objekte näher heran holen (Telezoom). Nun kommt mein erster Denkfehler, den ich gemacht habe. Das Besondere bei Canon ist der Bildstabilisator. Nicht die billigen Softwarelösungen bei den Kompaktkameras, sondern die mechanische Variante welche Canon entwickelt und die sich weltweit etabliert hat. Nun bin ich immer davon ausgegangen, dass der Bildstabilisator im Inneren der Kamera sitzt und dort das Wackeln bei der Aufnahme ausgleicht. In Wirklichkeit sitzt dieser aber am Objektiv. Darauf sollte man also beim Einkauf achten. Zwar geht die Welt nicht unter, wenn das Objektiv keinen hat, er ermöglicht aber in Grenzfällen doch noch gute Aufnahmen zu machen, wo andere bereits durch die längere Belichtungszeit verwackelt sind. Bei meiner Kamera bzw. am Objektiv habe ich also vergeblich nach einem Bildstabilisator gesucht. Sie erkennen ihn am Objektiv durch einen kleinen Schalter auf dem Stabilizer on/off steht. Damit kann man den Bildstabilisator ein und ausschalten.

Wenn der Bildstabilisator fehlt, dann wird das Objektiv bzw. das Set natürlich entsprechend billiger. 

Hier sind einige Kameraangebote bei Amazon. Wichtig: Das jeweils erste Angebot ist eine Kamera ohne Objektive. Daher ist der Preis auch geringer. Aber wenn man diese schon besitzt, ist das auch nicht notwendig.

     

Mittlerweile gibt es bereits ein Nachfolgemodell mit dem Namen Canon EOS 1200D auf dem Markt. Wesentliche Neuerungen sind die höhere Auflösung von 18 Megapixel (vorher 12,2), die Möglichkeit Videos in Full HD aufzunehmen (vorher HD) und das größere Display von 3 Zoll (vorher 2,7)

 

Mögliche Objektive:

Die Auswahl bei den Objektiven ist grenzenlos (auch die Preise). Ich bin erstmal mit meinen beiden Objektiven zufrieden. Bei mir waren ja gleich zwei Objektive mit dabei. Hatte dieses Set bei Saturn erworben.

Wichtigste Kriterien beim Kauf eines Objektives sind die Brennweite und die Lichtstärke (Größe der Objektivöffnung) und natürlich die Güte (Qualität) der Linsen. Die Brennweite wird in mm gemessen. Je höher die Brennweite, desto mehr wird ein Bildausschnitt vergrößert. Viele moderne Objektive verfügen über variable Brennweiten. Damit ist man in der Lage situationsbedingt jeweils die richtige Brennweite zu wählen. Profis benutzen oft Objektive mit festen Brennweiten, da diese von der Abbildungsqualität besser sind. Bei variablen Objektiven müssen zwangsläufig immer Kompromisse eingegangen werden. Für den Anfänger werden Objektive mit variabler Brennweite die beste Lösung sein. Die wenigsten wollen eine ganze Kiste mit verschiedene Objektiven mit Festbrennweiten mit sich herum schleppen. Fotografieren soll ja Spaß machen.

Je größer die Linsenöffnung, desto mehr Licht kann einfallen und Sie können auch noch bei wenig Licht gute Aufnahmen machen. Das gilt besonders bei Objektiven mit hohen Brennweiten. Hier nimmt die Lichtstärke bei zunehmender Vergrößerung rapide ab. Preiswerte Zoomobjektive werden deshalb auch scherzhaft "Schönwetterobjektive" genannt. Es muss schönes Wetter sein und die Sonne scheinen, um bei großer Vergrößerung noch verwacklungsfreie Bilder ohne Stativ hinzubekommen. Profis haben deshalb in der Regel sehr große Objektive. Diese sieht man zum Beispiel oft bei Sportveranstaltungen. Mit der Größe der Objektive steigt auch schnell der Preis.

Einteilung von Objektiven:

Normalobjektive - Brennweiten von 30 bis 50 mm. Entspricht in etwa der Abbildung des menschlichen Auges. Diese Objektive machen Aufnahmen in sehr hoher Qualität.

Weitwinkelobjektive - haben Brennweiten unter 30 mm. Der erfasste Bildausschnitt ist hier wesentlich höher als beim Normalobjektiv. Diese eignen sich besonders für Aufnahmen von Landschaften oder großen Gebäuden. Diese Objektive erfassen das doppelte des Sehwinkels des menschlichen Auges und haben zudem eine hohe Tiefenschärfe.

Teleobjektive - ab ca. 60 mm beginnen die Teleobjektive. Je größer die Brennweite, desto mehr kann man die Objekte heranholen. Je größer die Brennweite desto schwerer wird das Objektiv und der Lichteinfall wird immer weniger. Die Objektivöffnung muss dementsprechend größer werden. Mit zunehmender Größe muss man dann ein Stativ benutzen, um verwacklungsfrei Bilder machen zu können. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und sind hoch interessant. Gerade in der Freien Natur kann man oft nicht direkt an das Tier heran und man kann es so auch aus großer Entfernung ausreichend groß ablichten. Natürlich gilt das auch für Sportveranstaltungen usw. Ebenfalls interessant sind Details an Gebäuden, wie zum Beispiel Kirchen. Wer hat den Wetterhahn denn schon mal lebensgroß gesehen.

 

Makroobjektive - ermöglichen das Fotografieren von sehr kleinen Objekten, wie zum Beispiel Blüten von Pflanzen oder kleinen Insekten.

Spezialobjektive - Objektive für den besonderen Einsatz, wie zum Beispiel Fischaugenobjektive.

Canon stellte eine breite Palette von verschiedenen Objektiven zur Verfügung - vom Anfängerallroundmodell bis hin zum Profiobjektiv. Bedenken Sie auch beim Kauf, dass die Kamera (Body)  schnell veraltet und ausgetauscht werden muss, die Objektive besitzen Sie aber eventuell ein ganzes Leben lang.

Sie können für die Canon EOS 1100D Objektive mit der Bezeichnung EF und EF-S benutzen. Beide Anschlüsse sind auf dieser Kamera verwendbar. EF Objektive haben für den Anschluss einen roten Punkt und EF-S Systeme haben beim Einsetzen ein weißes Viereck als Orientierungspunkt. EF-S ist genau auf den Sensor der Kamera optimiert und ragt etwas weiter in das Gehäuse hinein. Falls Sie später auf einen vollformatigen Kameratyp (Vollformatsensor) umrüsten wollen, dann kaufen Sie am besten nur EF-Objektive.

Die Abkürzung AF steht für elektrische Fokussierung. Das Objektiv stellt sich hier automatisch scharf. Wenn möglich (ist teurer), kaufen Sie ein Objektiv mit Bildstabilisator.

Objektive von Canon der besonderen Güte (Luxusklasse) haben am vorderen Teil des Objektivs einen roten Ring. Diese sind sehr gut aber auch besonders teuer.

Kaufmöglichkeiten bei Amazon:

 

Die ersten beiden Objektive besitze ich. Leider hat allerdings mein Objektiv (18-55 mm) kein Stabilisator. Dieses hier im Angebot hat einen. Also besser dieses kaufen. Das zweite Objektiv hat die Eigenschaft, dass man damit schön zoomen kann. Meine Variante hat aber auch keinen Bildstabilisator. Hier ebenfalls nicht. Zu erkennen an der römischen III ganz hinten im Namen. Das dritte Objektiv hat einen Bildstabilisator, ist ein EF-S und die Brennweite ist etwas kleiner.

Übrigens kann man die Brennweite mit einem Extender schnell verdoppeln. Das spart Geld und Platz für ein eventuell bedeutend teureres Teleobjektiv. Es muss ja nicht unbedingt das Original von Canon sein.

       

 

Hier eine kleine Auswahl weiterer Objektive mit sehr guten Kundenerfahrungen:

       

Als kleiner Scherz mal hier noch einige Objektive für den besonders großen Geldbeutel :-) Es gibt auch Objektive für 100.000 €, die man aber gesondert bei Canon bestellen muss und die dann extra zusammen gebaut werden.

       

Es gibt noch ein Objektiv eines asiatischen Herstellers, welches durch seine Größe und beschriebenen Leistung beeindruckt und das bei einem extrem günstigen Preis. Dieses wird bei eBay und Amazon unter verschiedenen Namen, wie zum Beispiel Walimex,  angeboten. Nutzer, welche sich dieses Objektiv gekauft haben, waren allerdings nur mäßig damit zufrieden.

Jedoch, es hängt ja immer vom Zweck ab, wofür man es verwenden möchte. Und wenn es auf die Bildqualität nicht ganz so drauf ankommt, dann kann man es ja mal versuchen. Ein angesprochenes Problem neben der Bildqualität ist wohl die Lichtschwäche und ein Durchhängen des Objektives, wenn man es voll auszieht.

 

Weiteres sinnvolles Zubehör zur Kamera Canon EOS 1100D:

Speicherkarte beim Kauf nicht vergessen. Immer genau beim Kauf hinschauen, ob schon eine Speicherkarte enthalten ist. Normalerweise ist sie das nicht und Sie müssen separat eine erwerben. Die gute Nachricht ist, dass diese derzeit sehr preiswert sind und Sie ruhig zu einer großen Speichergröße greifen können, ohne Ihr Budget sonderlich zu belasten. Sie können Speicherkarten im Format SD, SDHC oder SDXC verwenden. Ich habe mir die Transcend Extreme-Speed SDHC 32GB Class 10 Speicherkarte gekauft. Es ist wichtig, dass die Speicherkarte schnell genug ist, damit Sie auch Serienbilder bzw. Videoaufnahmen machen können. Vom Speicherplatz gilt, je größer desto besser. Videos benötigen viel Platz und wenn Sie Fotos im RAW Format speichern dann geht der Speicherplatz auch schnell zur Neige.

   SD HC Speicherkarte für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D SD HC Speicherkarte für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D mit 32 GB Rückansicht SD HC Speicherkarte für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D mit 32 GB Draufsicht  

Ein zusätzlicher Akku: Ein Akku wird mit der Kamera bereits mitgeliefert. Mit diesem können Sie einige hundert Aufnahmen machen. Allerdings sind diese auch schnell wegfotografiert und so bietet es sich an sich einen zweiten Akku zuzulegen, damit man Ersatz hat wenn der erste leer ist. Ich habe mich auf Grund der guten Rezessionen für den Bundlestar  Qualitätsakku für Canon LP-E10 mit Infochip entschieden. Dieser ist preisgünstig und mindestens dem Originalakku ebenbürtig. In der Praxis nehme ich beide abwechselnd.

   Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D zusätzlicher Akku

Displayschutzfolie: Ich schütze generell alle Display immer mit einer Schutzfolie. Will man das Gerät dann später mal weiter verkaufen ist es wichtig, dass das Display keine Kratzer hat. Von der bei Amazon gekauften Schutzfolie war ich sehr begeistert, weil in der Packung zwei Stück waren, nebst Reinigungstuch und die Anbringung ein Kinderspiel war. Das Ergebnis ist exzellent und wenn ich nicht selbst wüsste, dass ich eine aufgeklebt habe, dann würde ich es nicht glauben. Da sollten die anderen Hersteller sich mal eine Scheibe abschneiden. Absolut passgenau, leicht aufzubringen und wirklich unsichtbar.

 

Fernauslöser: Habe ich bis jetzt noch nicht erworben. Steht aber als nächster auf dem Plan. Bei bestimmten Situationen ist es sinnvoll per Fernauslösung die Kamera zu bedienen. Wenn man die Kamera mit der Hand bedient, dann wackelt man natürlich auch daran und schon kann es zu Unschärfen kommen. Fernauslöser gibt es mit Kabel oder drahtlos.

   

Stativ: Unerlässlich für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen oder sehr großer Vergrößerung. Ich hatte mit bereits ein Jahr zuvor ein Stativ noch für meine kleine Kompaktkamera gekauft. Es ist ein Hama zu einem unglaublich günstigen Preis. Es lässt sich schön klein zusammen packen und hat noch eine Umhängetasche zum Transport. Am Ort des Geschehens ist es ist einer Minute in Lebensgröße aufgestellt und es kann losgehen. Nach allen Seiten schwenk- und neigbar. Sogar zwei Libelle (Wasserwaage) ist vorhanden usw. Für den Preis eine Top-Ausstattung. Da die EOS 1100D recht leicht ist, kann man gut dafür das Stativ verwenden. Hat man allerdings sehr schwere Objektive, dann sollte man zu einer teureren und stabileren  Variante greifen.

 

Objektivdeckel: Da diese sehr schnell abhanden kommen, habe ich mir gleich noch einige dazu gekauft. Vorteil, diese haben ein Bändchen und kann man damit an der Kamera festbinden, dann gehen sie nicht verloren. Zudem finde ich den Verschlussmechanismus besser zu bedienen als beim Original.

   Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D zusätzlicher Objektivdeckel Vorderansicht Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D zusätzlicher Objektivdeckel Rückansicht

Gegenlicht Sonnenblende: Beim Fotografieren gegen die Sonne ist eine Sonnenblende sinnvoll.

 

Sonstiger Lieferumfang:

Im Lieferumfang befindet sich zusätzlich zum Akku ein Ladegerät nebst Netzteil, ein USB Überspielkabel für den Anschluss an den PC, eine Schnellbedienungsanleitung und DVDs mit Software und dem ausführlichen Handbuch als pdf Version. Auch für die Softwareprogramme gibt es ausführliche Handbücher, allerdings auch nur als pdf.

Wohin mit dem ganzen Zeug? - Die Tragetasche

Ein großer Nachteil der Spiegelreflexkameras ist das viele Zubehör, welches man irgendwie rumschleppen muss. Da ist eine ordentliche Kameratasche gerade zu Pflicht. Zum Anfang wird sich die Anzahl der Objektive wohl eher in Grenzen halten und es wird nur eine kleine Tasche benötigt. Meine Wahl viel auf die Canon Custom Gadget 100EG SLR-Kameratasche. Diese ist preiswert, nicht zu groß und doch passt die Kamera und zwei Objekte nebst Zubehör wie Ladegerät usw. bequem in diese Tasche. In das Hauptfach passt die eigentliche Kamera mit aufmontierten normalen Objektiv und an die beiden Seiten je zwei zusätzliche Objektive. Vorne kann das Ladegerät, das Überspielkabel und zusätzliche Akkus und Speicherkarten untergebracht werden. Ein Karabinerhaken verhindert, dass man eben so schnell der Tasche etwas entnehmen kann, wie Diebe es gerne zun. Den braucht man aber nicht zu schließen. Zusätzlich gibt es einen Gurt für die Hüfte, jedoch ist dazu in der Regel die Kamera nebst Zubehör zu schwer. Ich bin mit der Tasche sehr zufrieden, nur von glatten Jacken rutscht sie schnell von der Schulter herunter.

   Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D  geöffnet ohne Inhalt Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D  geöffnet mit  Inhalt Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D Draufsicht Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D Vorderansicht Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D Ansicht von unten Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D Hüftgurt Canon Fototasche für Spiegelreflexkamera DSLR Canon EOS 1100D Schulterpolster

Soweit haben Sie nun die Grundausstattung zur Kamera beisammen und können mit dem Fotografieren loslegen. Vorher sollten Sie aber unbedingt das Handbuch lesen. Kaufen Sie sich dafür eins der oben genannten Bücher, denn Sie werden ja die Kamera nicht gleich wieder verkaufen. Sie wird bestimmt einige Jahre ihr treuer Begleiter werden und da ist es schon sinnvoll, wenn man schnell mal Nachschlagen kann.

Fotografieren mit der Canon EOS 1100D

Weiterführende Literatur:

Das Fotografieren mit der Kamera hier an dieser Stelle ausführlich zu erklären wäre ein sinnloses Unterfangen. Die Möglichkeiten und die Vielfalt ist  einfach zu groß. Aber auch hier kann ich ein Buch sehr empfehlen. Es heißt "Mit Spaß besser fotografieren" und ist vom Verlag Markt+Technik. In diesem Buch werden 133 Fotosituationen genau beschrieben, wie Sie diese am besten meistern können. Ein sehr schönes Werk. Damit dürften Sie fast alle Situationen vom Landschaftsbild, der Makroaufnahme bis hin zum Portraitfoto meistern.

  Cover des Buches Besser Fotografieren von Markt+Technik Beispielseite aus dem Buch Besser Fotografieren von Markt+Technik

Ein besonderes Gebiet ist die HDR Fotografie. Diese wird in dem oben genannten Buch nur wenig behandelt. Hier habe ich mir ein Buch gekauft, welches diese Art der Fotografie ganz genau erklärt. Sie kennen bestimmt Fotos von atemberaubenden Landschaften, alles gestochen scharf und herausragenden Kontrasten. Manchmal auch surreal wirkend. Dies kann man mit der HDR Fotografie erreichen. Dafür werden im Normalfall drei oder mehr Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung geschossen und dann per Software zu einem Bild zusammen gesetzt.

  Cover zum Buch HDR Fotografie von Fructuoso Vavarro Blick ins Buch HDR Fotografie von Fructuoso Vavarro 

Software:

Software gibt es eine ganze Menge. Auf der DVD von Canon befinden sich bereits einige Programme, welche hier helfen können. Zusätzliche gibt es im Internet kostenlose und kostenpflichtige Programme welche genutzt werden können.

Für einfache Ansichten und Änderungen eignet sich das kostenlose Tool Irfanview sehr gut. Es sollte als Standardprogramm zur Anzeige von Bildern eingestellt werden. Damit können Sie sich blitzschnell Bilder anzeigen lassen und schnelle Änderungen wie z. B. der Größe vornehmen. Darüber hinaus lassen sich die Farben anpassen, die Fotos zuschneiden, umbenennen und auch die erweiterten IPTC Daten bearbeiten. Sie finden das Tool und die Plugins hier oder hier.

Für die Verwaltung und das normale Bearbeiten ist auch das Google Tool Picasa sehr gut geeignet. Dieses ist ebenfalls kostenlos. Das Programm findet selbständig alle Bilder auf Ihrem Rechner und ist sogar in der Lage Gesichter zuzuordnen. An den Bildern können Sie viele Änderungen vornehmen und auch Collagen erstellen. Sie können das Programm hier kostenlos herunter laden.

Für die professionelle Bildbearbeitung ist im Freewarebereich die Software Gimp das Maß aller Dinge und kommt in Funktionsumfang an teure professionelle kostenpflichtige Programme schon heran. Sie können es hier herunter laden.

Bei den Kaufprogrammen hat auf jeden Fall Adobe mit Photoshop die Nase ganz weit vorne. Das Programm ist sozusagen die Mutter aller Bildbearbeitungsprogramme und für jeden professionellen Bildbearbeiter Pflicht. Leider schlägt sich die Marktführerschaft auch im Preis wieder, was viele von einem Kauf abschrecken lässt. Nicht ohne Grund wird gesagt, dass Photoshop die am meisten raubkopierte Software ist.  Ob das wirklich stimmt, kann ich nicht sagen. Es gibt aber für den normalen Nutzer eine günstigere Alternative. Diese lautet Photoshop Elements und ist ganz auf die Bedürfnisse eines normalen Benutzers abgestimmt. Ein prima Einstieg in die digitale Bildbearbeitung. Derzeit aktuell die Version 11 mit der es wirklich viel Spaß macht Fotos zu bearbeiten.

       

Bücher dazu:

          

 Cover Buch Photoshop CS6 vom Addison-Wesley Verlag  Beispielseite  Buch Photoshop CS6 vom Addison-Wesley Verlag

Tipps und Tricks:

Hier werde ich nach und nach einige Hinweise geben, welche im Umgang mit der Spiegelreflexkamera wichtig sind und Probleme aufdecken mit denen ich zu tun hatte.

Schmutz auf den Linsen und dem Sucher:

Er kam schneller als ich dachte bzw. ich habe an solche Dinge gar nicht gedacht. Die normalen Kompaktkameras haben solche Probleme nicht. Wenn man sie nicht gerade in den Sand fallen lässt, ist Staub und Schmutz dort eher ein seltenes Problem. Bei der digitalen Spiegelreflexkamera sieht es da schon anders aus. Hier hat man ja meist verschiedene Objektive und diese muss man je nach Aufnahmesituation wechseln. Dabei wird das Innere der Kamera freigelegt und da kann es schnell passieren, dass Staub uns Schmutz in das Innere der Kamera gelangen können. Deshalb beim Objektivwechsel den Kamerabody möglichst nach unten halten. Auch auf den großen Linsen der Objektive sammelt sich schnell Staub an, bzw. ein Fehlgriff und schon hat man schöne Fingerabdrücke auf dem Objektivglas.

Erste Hilfe gegen normale Verschmutzungen:

Die normalen Verschmutzungen kommen unweigerlich und können ein Problem werden. Ich habe mir hier zwei Hilfsmittel zugelegt, welche dem Schmutz schnell beseitigen. Zum einen einen kleinen Blasebalg. Damit kann man die Objektive und das Innere der Kamera einfach auspusten. Der Blasebalg hat die Form einer Rakete und besitzt einen Filter gegen eindringenden Staub. Funktioniert sehr gut und ist natürlich auch für andere Dinge verwendbar, wo man Staub wegblasen möchte. Optik Linsenreinigungstücher gibt es übrigens auch, habe diese aber noch nicht selbst ausprobiert.

     Blasebalg zum Entfernen von Schmutz aus der Kamera

Für fest anhaftende Teilchen oder Fingerabdrücke ist der Blasebalg nicht geeignet. Hier gibt es einen Spezialstift (Hama Lenspen), welchen man aufgrund seiner Größe bequem in der Fototasche mitführen kann. Der Stift hat zwei Funktionen. Zum einen hat er einen ausfahrbaren Spezialpinsel zum Entfernen von Staub und zudem auf der gegenüberliegenden Seite ein Plättchen aus Spezialsamt mit dem Sie mit kreisenden Bewegungen Fingerabdrücke etc. wegreiben können. Das funktioniert ausgezeichnet und so ist dieser Stift ein Standardutensil in meiner Kameratasche geworden.

   Reinigungsstift Hama Lenspen DraufsichtReinigungsstift Hama Lenspen DraufsichtReinigungsstift Hama Lenspen Draufsicht mit ausgefahrenem  PinselReinigungsstift Hama Lenspen Reinigunsspitze mit SpezialsamtReinigungsstift Hama Lenspen Reinigunsspitze mit SpezialsamtReinigungsstift Hama Lenspen Reinigunsspitze mit SpezialsamtReinigungsstift Hama Lenspen Reinigunsspitze mit Spezialsamt und ausgefahrener Pinsel

Damit ist die antischmutz Grundausrüstung komplett.

Schmutz auf dem Sensor:

Problematischer wird es, wenn Schmutzteilchen bis zum Sensor vorgedrungen sind. Hinter dem Spiegel der Kamera sitzt der Sensor, welcher die Aufgabe des herkömmlichen Films erfüllt. Setzt sich dort Schmutz ab, können die Fotoelemente nicht mehr richtig ihre Aufgabe erfüllen und Sie sehen trotz intensiver Reinigung der Objektive dunkle Flecken auf Fotos, zumeist am blauen Himmel. Das sind also keine Vögel oder Ufos sonders einfach nur Staub. Versuchen Sie es hier zuerst mit einer herkömmlichen Reinigung mit Druckluft. Dazu halten Sie die Kamera nach unten (ohne Objektiv) und schalten Sie per Menü in den Reinigungsmodus. Wahlschalter auf M, Menütaste, dann den Menüpunkt zweiter Schraubenschlüssel - manuelle Reinigung auswählen. Nun klappt der Spiegel nach hinten, Sie sehen den Sensor und können den Staub wegpusten.

Sollte sich der Staub nicht wegpusten lassen , dann haben Sie ein kleines Problem. Sie können es lösen, indem Sie die Kamera zum Canon Support senden oder zu einer Fotofachwerkstat gehen. Die Reinigung kostet wohl so um die 70 Euro. Ganz schön teuer. Dafür gibt es schon fast einen neuen Body. Es gäbe jetzt noch zwei Alternativen. Die eine wäre den Schmutz selbst beseitigen (habe ich auch noch nicht selbst getan). Bei Amazon gibt es dafür ein spezielles Set, was zwar auch nicht ganz billig, dafür aber mehrmals verwendbar ist. Dieses besteht aus einer extrem schnell trocknenden Reinigungsflüssigkeit und Spezialtüchern bzw. Schwamm. Damit können Sie den Sensor mit einem Wisch wieder sauber bekommen.

   

Eine andere Möglichkeit ist es den Schmutz einfach auszublenden. Machen Sie dafür einfach ein "Schmutzfoto" und legen Sie es auf der Kamera ab. So geht es: Schalten Sie die Kamera in den Modus M. Gehen Sie in das 3. Menü mit dem Fotoapparat und wählen Sie Staublöschungsdaten. Wählen Sie OK und machen Sie von dem weißen Blatt ein Foto aus 20 bis 30 cm Entfernung und speichern Sie es ab. Die notwendigen Einstellungen übernimmt die Kamera. Falls ein Fehlerauftritt, müssen Sie die Aufnahme wiederholen. Bitte achten Sie darauf, dass das Blatt wirklich rein weiß ist! Die Staublöschungsdaten werden dann an die RAW Datei angehängt.

RAW oder nicht RAW, das ist hier die Frage?

An der Kamera ist es möglich Bilder im RAW Format zusätzlich zu den normalen Fotos im JPG Format abspeichern zu lassen. Die Frage ist nun, benötigt man das? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Wenn Sie nur ganz normale Fotos  für den Heimgebrauch machen möchten, dann werden Fotos im JPG/JPEG in der Regel völlig ausreichen. Das Problem liegt in der Bearbeitung der Fotos. Ändern Sie nachträglich Fotos in einem Grafikbearbeitungsprogramm so werden diese normalerweise auch wieder im gebräuchlichen Format JPG abgespeichert. Dazu muss man wissen, dass in diesem Bildformat die Daten komprimiert werden. Dadurch wird das Foto viel kleiner als es eigentlich der Fall wäre. So passen bedeutend  mehr Daten auf die Speicherkarte. Ist eine Foto im RAW Format beispielsweise 18 MB groß, so sind es im JPG Format nur noch 4,5 MB. Das Problem hierbei ist jedoch, es werden nicht nur Daten zusammengefasst, sonders es gehen auch Bildinformationen bei der Kompression verloren. Deshalb ist es ein verlustbehaftetes Kompresssionsverfahren. Das kann man sich beispielsweise an einem Umzugskarton veranschaulichen. Wenn Sie einen benötigen, dann kaufen Sie diesen im Baumarkt zusammengefaltet, sozusagen komprimiert. Zu Hause stellen Sie ihn auf und später falten Sie ihn erneut zusammen um Platz zu sparen. Nun nehmen wir mal an, bei jedem neuen Faltvorgang geht ein Stück Karton verloren. Immer eine kleine Ecke. Zum Anfang wird das keine Rolle spielen, aber nach vielen Faltvorgängen wird der Karton unansehnlich und schließlich müssen Sie ihn wegwerfen.

Wenn Sie zu Hause kaum Bilder bearbeiten möchten, dann benötigen das RAW Format nicht. Falls doch bzw. möchten Sie die Fotos eventuell verkaufen, dann ist es sinnvoll die Fotos auch im RAW Format zu speichern. Sie haben dann ein Foto im Urzustand, so wie es vom Sensor der Kamera geliefert wurde. Es besteht die Möglichkeit nachträglich den Weißabgleich des Bildes zu ändern. Die Kamera nimmt nämlich den Weißabgleich vor und speichert dann das Bild als JPG ab. Sie können damit auch HDR Fotos simulieren, indem Sie die Belichtung durch eine Software nachträglich ändern lassen. Gängige Fotosoftware, z. B. Photoshop Elements haben extra Programme für RAW Fotos. Das RAW Foto selbst kann nicht geändert werden, so haben sie stets das Original, auch wenn die JPG Datei mal kaputt ist. Der Nachteil ist natürlich ein höherer Speicherbedarf.

Den Mond fotografieren

Als ich mit meiner Kompaktkamera zum ersten Mal den Mond fotografierte, war ich zutiefst enttäuscht. Trotz voll ausgefahrenen Zoom, war der Mond sehr klein und nur als weißer Kreis ohne jeglichen Inhalt zu erkennen. Erst die Suche tief in den Menüs und etliche Versuche brachten ein akzeptables Bild zustande. Mit der digitalen Spiegelreflexkamera hat man es schon besser. Aber auch hier werden die meisten Anfänger sehr enttäuscht sein. Wenn man nicht gerade ein Teleobjektiv mit sehr großer Brennweite besitzt, ist auch hier der Mond nicht bildschirmfüllend und bei Verwendung der Automatik ist es auch hier nur ein heller weißer Kreis. Schuld daran ist wie bei der Kompaktkamera die Belichtungsautomatik. Diese kommt bei einem Mond am tiefschwarzen Nachthimmel total durcheinander. Da der Nachthimmel sehr dunkel ist und der Mond bei den meisten Objektiven nur einen winzigen Ausschnitt einnimmt, wird die Belichtungszeit von der Kameraautomatik viel zu hoch eingestellt und der Mond ist hoffnungslos überbelichtet.

Tipp: Manchmal ist der Mond auch schon am Tageshimmel oder kurz vor Sonnenuntergang zu sehen. Dann ist es noch hell und die Kamera kommt nicht so schnell durcheinander.

Aber dies kann man ändern. Wir benötigen für die Mondfotografie ein Stativ, damit das Bild nicht verwackelt. Benutzen Sie das Objektiv mit der höchsten Brennweite, um den Mond möglichst groß aufzunehmen. Bei mir waren dies 300 mm. Mit einem Extender bzw. Telekonverter kann man die Brennweite eines vorhandenen Objektivs noch erhöhen, was allerdings auch zu Qualitätseinbußen führt. Bauen Sie das Stativ auf stabilem Untergrund auf und schalten Sie am Wahlrad auf TV, um die Kontrolle über die Belichtungszeit zu erhalten. Visieren Sie den Mond an und schießen Sie per Fernauslöser (soweit vorhanden) bzw. der eingebauten Auslöseverzögerung ein Bild. Kontrollieren Sie das Ergebnis auf dem Montitor der Kamera. Drehen Sie nun am Rädchen über dem Auslöser um die Verschlusszeit anzupassen. z.B. 1/250 oder 1/500. Machen Sie viele Aufnahmen mit unterschiedlichen Verschlusszeiten. Wählen Sie allerdings die Verschlusszeit zu niedrig, dann wird automatisch der ISO-Wert erhöht und das Bild wird eventuell krümelig. Schauen Sie sich dann die Bilder am Computer an und wählen Sie die besten aus. Da die Mondscheibe bei normalen Objektiven nicht flächendeckend ist, muss sie per Software nachträglich im Ausschnitt vergrößert werden. Spielen Sie auch ruhig ein wenig per Software mit dem Kontrast usw. Ein wenig nachschärfen ist auch nicht schlecht. Profis legen mehrere Bilder übereinander, um bessere Kontraste zu erzielen.

Hier sind einige Mondaufnahmen von mir:

Mondfotografie mit Kompaktkamera  Mondfotografie mit der Kompaktkamera   Mondfotografie mit der Kompaktkamera   Mondfotografie mit der Kompaktkamera

Diese vier Aufnahmen wurden mit meiner Olympus Kompaktkamera gemacht. Die ersten beiden sind unbrauchbar, jedoch das dritte Bild konnte man nehmen. Diese habe ich dann mit IrvanView leicht nachbearbeitet und den Ausschnitt vergrößert. Sieht schon recht ordentlich als Thumbnail aus, jedoch sieht man in der Vergrößerung, dass die Qualität nicht sehr gut ist.

Mondfoto mit Canon EOS 1100D Mondfoto mit Canon EOS 1100D Mondfoto mit Canon EOS 1100D Mondfoto mit Canon EOS 1100D Mondfoto mit Canon EOS 1100D Mondfoto mit Canon EOS 1100D

Hier sind verschiedene Aufnahmen zu sehen, welche ich mit der Canon EOS 1100D und einem 300mm Zoomobjektiv gemacht habe. Die erste Aufnahme ist auch hier deutlich überbelichtet. Dann kommen verschiedene Aufnahmen, wo ich mit der Belichtungszeit experimentiert habe. Das letzt Bild ist eine Ausschnittsvergrößerung, welche ich in Photoshop Elements 11 nachbearbeitet habe.

Geld verdienen mit der Stockfotografie:

Es ist wohl der Traum eines jeden Hobbyfotografen mit seinen Bildern auch Geld zu verdienen. Das Internet macht auch dieses möglich. Seit einigen Jahren gibt es so genannte Microstock-Agenturen bei denen man seine selbst fotografierten Bilder zum Verkauf anbieten kann. Werden die Bilder verkauft, so erhält der Fotograf einen bestimmten Anteil daran. Einige verdienen daran dreistellige bis vierstellige Summen im Monat. Für manche bildet es sogar die Lebensgrundlage. Jedoch ist auch hier der Weg zum Erfolg recht steinig und man muss viel Ausdauer haben, damit man damit Geld verdienen kann.

Auch ich habe gerade damit angefangen, will aber meine ersten Erfahrungen gerne hier weiter reichen.

 

Rechtliches:

Hier alles zusammen zu tragen, würde diese Seite sprengen. Mein Tipp: Fotografieren Sie zum Anfang alles in der Natur - Pflanzen, Tiere, Insekten, Bäume, Seen Flüsse und Landschaften. Damit werden Sie rechtlich kaum Probleme haben. Zudem üben Sie dadurch erstmal den Umgang mit der Kamera. Bei Gebäuden ist es in Deutschland rechtlich so, dass Sie die Vorderfront von öffentlichen Bereich aus fotografieren und verwerten dürfen. Fotos von Innenaufnahmen dürfen Sie gewerblich nur verwenden, wenn Sie dafür die ausdrücklichen Rechte vom Hauseigentümer erworben haben. Auch verboten sind Aufnahmen, welche vom nicht öffentlichen Grund, z. B. von einem privaten Garten aus, fotografiert wurden. Das gilt übrigens auch für Zoos und Tierparks. Hier gibt es eine Liste, welche auflistet, was in welchem Tierpark/Zoo erlaubt ist.

Noch komplizierter ist es bei Personen. Achten Sie darauf, dass auf den Fotos keine Personen erkennbar sind. Sollten Sie direkt Personen fotografieren benötigen Sie von jeder Person einen Modelvertrag (Model Release). Liegt dieser nicht vor, wird das Foto von den Microstockagenturen abgelehnt. Jede Person  hat ein Recht am eigenen Bild und könnte dann klagen, wenn sie sich auf einem Bild wieder erkennt.  Die Bilder werden ja verkauft und der Käufer setzt sie dementsprechend ein. Sie müssen also auch damit rechnen, dass die Bilder eventuell in einem nicht so schönen Zusammenhang verwendet werden. Die Bilder Ihrer Kinder beispielsweise als Werbung für Nachhilfeunterricht oder das Bildnis der Oma in einem Artikel für Demenzkranke.

Es gibt auch Ausnahmen bei Personen, wenn Sie Personen der Zeitgeschichte sind, oder sie nur Beiwerk sind bzw. bei Fotos "von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben". Personen der Zeitgeschichte sind beispielsweise Politiker, Beiwerk sind Personen, wenn sie nicht das Hauptmotiv des Bildes darstellen und als Versammlungen und Aufzüge gelten auch Sportveranstaltungen usw. wo die Menschen einen kollektiven Willen haben.

Übrigens ein Recht am Bild der eigenen Sache gibt es nicht. Wenn Die Katze Ihres Nachbarn also wieder mal in Ihrem Garten posiert und Sie machen ein Foto, welches alle Wettbewerbe gewinnt, hat Ihr Nachbar keine Rechte an dem Bild.

Vorsicht bei Produkten und Logos. Auf den Bildern sollte keine Werbung und Produktlogos erkennbar sein. Zudem dürfen keine geschützten Produkte fotografiert werden. Auch Kunstwerke bedürfen der Genehmigung des Künstlers, sofern sie nicht von dauerhafter Natur sind (Skulptur im Park - ja, verhüllter Reichstag von Christo - nein).

Im Ausland ist eventuell alles noch ganz anders. Das klassische Beispiel ist der Eifelturm. Bei Tag dürfen Sie ihn fotografieren, bei Nacht aber nicht.

Ich habe hier mal zum Thema Fotorecht einige interessante Videos eingebettet:

Fotorecht bei Porträts und Personenaufnahmen - Blende 8 - Folge 72

 

Fotorecht bei Sach- und Tierfotos -- Blende 8 -- Folge 83

 

Weiterhin können Sie im Internet nachlesen, z. B. auf der Webseite http://www.fotorecht.de/.

Es gibt bezüglich Fotorecht auch ein gutes Buch von Wolfgang Rau. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Fotografie und Recht..

 

Meine bisherigen Erfahrungen mit der Stockfotografie:

Microstock-Agenturen mit denen ich erste Erfahrungen sammeln konnte:

Dreamstime - Die Bedienung ist meiner Meinung etwas verwirrend. Die Seiten werden zwar ins Deutsche übersetzt, jedoch nur automatisch und die Qualität ist dadurch sehr schlecht. Oft weiß man gar nicht, was die von einem wollen.  Die Beschreibungen müssen in Englisch eingegeben werden.
Hier können sie sich bei Dreamstime anmelden.

Fotolia - Ist gut geeignet für den Anfänger. Eine Prüfung abzulegen bevor man aufgenommen wird ist nicht notwendig. Die Bedienung ist komplett in Deutsch und auch die Stichworte können in deutscher Sprache eingegeben werden. Die Ablehnungsquote ist recht hoch und beträgt bei mir etwa 50%.
Hier können sie sich bei Fotolia anmelden.

panthermedia - Die Annahmequote bei mir liegt so derzeit bei 64%. Die Seiten sind übersichtlich gestaltet und in einem perfekten Deutsch. Sinkt die Annahmequote unter 60% wird die Uploadquote pro Tag auf zwei Fotos limitiert. Sonst können Sie beliebig viele Bilder hochladen
Anmelden können Sie sich hier.

pixmac - Hier werden die Schlüsselworte und Beschreibungen auch in Englisch eingegeben. Ansonsten ist die Webseite in Deutsch verfügbar, sehr übersichtlich und auch die Übersetzung und die Erklärungen haben eine gute Qualität. Die Annahmequote ist recht hoch, jedoch dauert die Annahme oft recht lange.
Sie können sich hier bei picmac anmelden.

Fotos:

Canon EOS 1100D Verpackung Draufsicht Canon EOS 1100D Verpackung Vorderansicht Canon EOS 1100D Verpackung von unten Canon EOS 1100D Verpackung von hinten Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Programmwahlrad Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Programmwahlrad Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Programmwahlrad Canon EOS 1100D Draufsicht von oben Programmwahlrad Canon EOS 1100D Draufsicht Steckschuh für den Blitz  Canon EOS 1100D Draufsicht Objektiv Umschalter manueller oder automatischer Fokus Canon EOS 1100D Draufsicht Objektiv Stellrad für die Brennweite Canon EOS 1100D Rückseite mit Bedienelementen Canon EOS 1100D Rückseite mit Bedienelementen Canon EOS 1100D Rückseite mit Bedienelementen Canon EOS 1100D Rückseite mit BedienelementenCanon EOS 1100D Rückseite mit Bedienelementen Canon EOS 1100D Rückseite mit Bedienelementen Canon EOS 1100D Unterseite Canon EOS 1100D Unterseite Canon EOS 1100D Objektiv EF 75-300 Canon EOS 1100D Objektiv EF 75-300 ausgezogenCanon EOS 1100D Objektiv EF 75-300 ausgezogen Canon EOS 1100D Objektiv EF 75-300 ausgezogen Canon Objektiv EF 75-300mm Canon Objektiv EF 75-300mm Canon Objektiv EF 75-300mm Canon Objektivabdeckung Canon Objektivabdeckung Canon Objektivanschluss Canon Übertragungskabel Canon Ladegerät Canon Ladegerät Canon EOS 1100D Fach für den Akku und die Speicherkarte Canon EOS 1100D Akku Vorderseite Canon EOS 1100D Akku Rückseite Canon EOS 1100D Akku Kontaktansicht Canon EOS 1100D Akkuschacht ohne Akku Canon EOS 1100D Canon EOS 1100D

Nachtrag:

Mein Objektiv 75-300mm ist defekt. Es läst sich nicht mehr auf 75 drehen und blockiert bei 100 mm. Wenn man es hin und her bewegt, dann sieht man im Inneren auch ein loses Teil innerhalb des Linsensystems. Nun wird es interessant. Ich habe die Kamera über ebay von Saturn erworben. Ist jetzt ca. 1,5 Jahre alt. Mal sehen wie es jetzt mit einer Reparatur steht. Werde jetzt bei Saturn und Canon anfragen. Auf jeden Fall jetzt schon mal den Rat an alle Nutzer, immer sehr vorsichtig mit den Objektiven umgehen und aufpassen, dass es nicht versehentlich herunter fällt. Reparaturen sind in der Regel sehr teuer und oft kann man sich dann auch gleich ein neues Objektiv kaufen.

  

 © Gero Kurtz