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Erfahrungsbericht zum Black & Decker Thermal Leak Detector

Warum kann eine Wärmedetektor notwendig sein?

Der kalte Winter bringt oft in Altbauten, aber auch in schlecht gebauten Neubauten ungeahnte Probleme mit sich. Kälte von Außen schleicht sich durch das Mauerwerk und macht aus der an sich behaglichen warmen Wohnung einen nicht mehr behaglichen Raum. Zusätzlich droht die Gefahr von Schimmelbildung, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum sehr hoch ist und an den Außenwänden oder Decken der Taupunkt erreicht wird. Hier fängt das Wasser an zu kondensieren und kann zur Schimmelbildung führen. In solchem Fall muss man abklären, wo die so genannte Wärmebrücke liegt und ob die feuchte Wand wirklich durch eine Wärmebrücke hervorgerufen wird oder vielleicht durch defekte Rohrleitungen oder defekte horizontale Wassersperren.

Ich habe seit geraumer Zeit (bereits im Herbst) an einer Wand zu Hause nasse Flecken festgestellt. Da die Wand aus Ziegelsteinen besteht und auf der Außenseite auch noch unsaniert sind war die Frage;  dringt Wasser von Außen ein, oder ist es Kondenswasser infolge einer Wärmebrücke.

Definition Wärmebrücke:

Unter einer Wärmebrücke versteht man Teile des Gebäudes in denen die Wärme der Räume schneller nach draußen gelangt, als an anderen Teilen des Gebäudes. Für uns macht es sich dann durch Kälte bemerkbar.

Wärmebrücken können beispielsweise sein:

Oft bemerkt man diesen Effekt besonders an Fenstern. Vor allem bei Holzfenstern, welche eventuell noch mit Sprossen unterteilt sind. Auch moderne Holzfenster erreichen nicht den Wärmewert von modernen Fenstern aus Plaste. Daher haben wir oft im Winter bei großer Kälte Kondenswasser an den Scheiben. Hier empfiehlt es sich dieses mit Küchenpapier regelmäßig abzuwischen. Dazu ein paar mal am Tag Lüften, damit die nasse warme Luft durch kalte trockene ersetzt werden kann. Auch der Einsatz eines elektrischen Luftentfeuchters kann als erste Hilfe sinn machen. (siehe mein Erfahrungsbericht zum Luftentfeuchter Trotec TTR 55 S mit weiteren Hinweisen zur Schimmelbildung, Luftfeuchtigkeit und richtigem Lüften).

Nachdem wir durch richtiges Lüften und den Einsatz eines Luftentfeuchters erstmal die Schimmelgefahr gebannt haben, müssen wir uns näher mit den Ursachen beschäftigen, um diese für die Zukunft auszuschließen. Ganz wichtig ist dies auch bei Mitwohnungen mit feuchten Räumen und beginnender Schimmelbildung. Oft gibt es dann großen Ärger mit dem Vermieter, der dann in vielen Fällen vor Gericht endet. Der Mieter sagt, die Wohnung ist schimmlig und möchte Mietminderung und der Vermieter sagt, der Mieter habe nicht richtig gelüftet. Nun muss der Mieter nachweisen, dass er richtig gelüftet hat und die nassen Wände Baumängel sind, also z. B. durch vorhandenen Wärmebrücken.

Bei der Suche nach einem geeigneten Messgerät bin ich auch den Thermal Leak Detector von Black & Decker gestoßen. Wörtlich übersetzt etwa so wie Wärmeleck Anzeigegerät bzw. auf der Schachtel steht auch noch das Wort Energiespardetektor. Der Black & Decker Thermal Leak Detector  hat ein gutes und durchdachtes Design und ist vor allem sehr einfach anzuwenden. Also auch der Laie kann damit ohne große Probleme Wärmebrücken innen und außen finden. Natürlich gibt es auch noch Profigeräte, wie zum Beispiel Wärmebildkameras, jedoch sind diese sehr teuer und lohnen  sich in der Regel nicht für den privaten Gebrauch. Der Thermal Leak Detector  von Bleck & Decker ist sozusagen eine Miniwärmebildkamera, womit man aber nur immer einen kleinen definierten Bereich absuchen kann.

Gekauft habe ich ihn bei Amazon und mit dem Abendservice war er schon am nächsten Tag bei mir.

       

Aussehen des Thermal Leak Detector  von Black und Decker:

Die Form ist sehr schlecht zu beschreiben. Eigentlich sieht er aus wie ein abgesägter Fön. Auf der Vorderseite besitzt das Gerät ein Display zur Anzeige der gemessenen Temperatur. Diese Anzeige leuchtet, so dass  man sie auch im Dunkeln ablesen kann. Darunter befindet sich ein großer roter Knopf zum Anschalten und Ausschalten des Gerätes.

Darunter befindet sich ein Schiebeschalter für die Empfindlichkeit mit vier Einstellungen:

Fotos vom Thermal Leak Detector:

Thermal Leak Detector von Black & DeckerThermal Leak Detector von Black & Decker  Ansicht von untenThermal Leak Detector von Black & Decker  BatteriefachThermal Leak Detector von Black & Decker  DraufsichtThermal Leak Detector von Black & Decker  SeitenansichtThermal Leak Detector von Black & Decker  Verpackung

Anwendung des Thermal Leak Detectors:

Die Benutzung des Gerätes ist ganz leicht. Zur einfachen Temperaturmessung nehmen Sie die oberste Stellung des Schalters und schalten das Gerät ein. Ein grüner Lichtkegel zeigt ihnen an, welchen Bereich der Wand Sie gerade messen. Im Display wird die aktuelle Temperatur angezeigt und zwar fortlaufend. Also die Messung erfolgt kontinuierlich. So können Sie ganze Wände oder andere Bereiche Schritt für Schritt abscannen. Wichtig dabei ist, wie weit Sie von der zu scannenden Wand oder dem zu scannenden Bereich entfernt sind. Der Thermal Leak Detector von Black & Decker verfügt über ein Verhältnis Entfernung/Messfelddurchmesser von 6:1 Meter. Das bedeutet das Messfeld beträgt 1/6 der Entfernung zum Messobjekt. Ist also die zu messenden Wand 60 cm von Detektor entfernt, so beträgt der Messbereich 10 cm. Die Größe des Lichtkegels ist ein Anhaltspunkt, jedoch stimmt er nicht unbedingt mit der Entfernung genau überein. Black & Decker weist extra in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass bei großen Entfernungen der Messbereich die Größe des Lichtkegels überschreiten kann. Was Black & Decker aber nun unter einem großem Abstand versteht, das steht nicht in der Bedienungsanleitung. Ich habe soeben einen Test vorgenommen. Mit dem Bosch Laserdistanzgerät habe ich die Entfernung bis zum Lichtkegel gemessen, dann den Durchmesser des Lichtkegel. Das Ergebnis:

Weg bis zur Wand: 1,44 Meter; geteilt durch sechs: 24 cm; gemessener Durchmesser des Lichtkegels: 23,2 cm

Ich denke das Ergebnis kann sich von der Genauigkeit sehen lassen. Bei größeren Entfernungen ist der Lichtkegel auch nicht mehr so scharf umrissen, sodass man das nicht mehr genau nachprüfen kann. Der Detektor bildet bei größeren Flächen immer einen Mittelwert der gemessenen Temperatur. Will man also sehr genau messen, dann ist es wichtig bis auf wenige Zentimeter an das Objekt heran zu gehen.

Möchte man die Temperaturunterschiede gerne optisch dargestellt haben, was für das Absuchen größerer Bereiche sehr vorteilhaft ist, dann stellt man den gewünschten Temperaturunterschied auf dem Schieberegler ein (0,5°C; 3°C; 5,5°C). Nun halten wir das Gerät auf die Wand, welche die Referenztemperatur enthält und schalten den Detektor ein. Dieser leuchtet jetzt grün. Nun können wir mit der Suche beginnen. Sinkt die Temperatur entsprechend des eingestellten Schwellenwertes unter diesen Wert, so ändert sich die Farbe des Lichtes in blau und wenn der obere Schwellenwert überschritten wird ändert sich der Lichtkegel in rot.

Suchen Sie also beispielsweise eine Wärmeleck an einer Wand innerhalb eines Raumes, dann halten Sie den Detektor an eine Stelle, welche ihnen von der Temperatur korrekt erscheint. Danach bewegen Sie den Detektor langsam über die gesamte Wandfläche. Dabei nicht zu weit abgehen. Taucht eine Wärmebrücke auf,  wird das Licht blau. Nun können wir noch dichter heran gehen und den Bereich gründlich untersuchen.

 

An der Außenseite des Gebäudes funktioniert das ebenso. Hier erkennen wir Wärmebrücken durch ein Umschlagen des grünen Lichtes in eine rotes Licht.

Hier dazu noch ein schönes Video, welches ich bei YouTube dazu gefunden habe:

 

Technische Daten:

Stromversorgung: 9V  Batterie Typ (6LR61)

Messbereich: -30 bis +150°C

Gewicht: 258 Gramm (selbst gemessen mit Batterie)

Länge: ca 21 cm, Breite ca. 10 cm und Dicke ca. 6 cm

Hinweis zur Genauigkeit: Ich habe den Thermal Leak Detector direkt neben mein Zimmerthermometer gehalten und er hat genau die gleiche Temperatur angezeigt. Scheint also genau zu sein.

Hinweis zur Maßeinheit: Es ist möglich zwischen Grad Celsius und Fahrenheit zu wechseln. Der Umschalter befindet sich oben im Batteriefach.

 

 © Gero Kurtz